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Alt 16.06.2008, 12:09
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Matthias A. Exl Matthias A. Exl ist offline
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Liebe Daya,

vielen Dank für deine ehrlichen Zeilen. Es gehört schon viel dazu, ehrlich zu sich hinzusehen und sich kritisch zu hinterfragen. Es ist wahrlich der steinigere Weg. Niemand reagiert nach "oh Danke, dass du mich auf mein Egothema aufmerksam gemacht hast". Im Unbewussten geschieht ja immer zuerst die Abwehr, dann sickert es langsam ein und es kommt unter Umständen zum Willen, sich selbst zu ändern. Alleine wie du schreibst, tust du es ja und da kann man sich nur ganz tief vor dir verbeugen. Ich verbeuge mich.

Zu diesem hier:

Zitat:
es geht in jeder Situation immer nur darum zu erkennen „was hat es mit mir zu tun?“. Wenn ich diese Einstellung fest verankere kann ich sehr viel über mich selber lernen.
hihi...den satz habe ich sehr ähnlich ausgesprochen und wurde fast gefressen dafür :-)

Man wird sehr oft für solche Aussagen gefressen. Die Menschen reagieren heftig, da man ja eben "die Rute ins Haus gestellt" bekommen hat und man mit dem Thema "mit mir ja überhaupt nichts zu tun" konfrontiert wird. Da kommt es zuerst zur Verteidigung: Dies wird dann oft laut und trompetend verkündet, nur mit dem Ziel den anderen dazu zu bekommen ruhig zu sein. Die zweite Taktik des Unterbewusstsein ist die Verleugnung des Satzes, ich suche also die Lösung immer nur im anderen, frei nach: wenn mein Gegenüber anders wäre, ginge es mir besser. Und deswegen hat es nichts mit mir zu tun. Die dritte Taktik des Unterbewusstsein geht schon leicht in das Spirituelle: der Andere hat halt "so negative Energien" und ich schütze mich davor nur, mit mir hat das aber nichts zu tun.

Alles ist Gott, jedes Gegenüber. Auch der, der sehr "negativ" zu sein scheint. Natürlich gibt es tatsächlich Menschen, aus deren Aurabereich ich mich auch lieber fernhalte. Doch die Frage ist, lösen diese in mir Resonanz aus oder nicht. Wenn ich neutral zu diesen Menschen stehe ist alles in Ordnung, wenn nicht und ich noch mitschwinge, lösen Sie offensichtlich noch Resonanz aus, die in mir den Ursprung hat. Und hier muss ich dann an mir arbeiten.

Wenn ich also meine unterbewussten Themen aufarbeite, dann kehre ich zum neutralen Ursprung zurück, und ich kann jedem helfen, der es wünscht. Ich schütze mich also nicht vor "dem Bösen" sondern kann mit einem neutralen Gefühl liebevoll mein Herz öffnen und ihm bei der Verwandlung helfen (sofern er es wünscht).

Ich selber war so lange in der "Schutz" Thematik gefangen und habe so ziemlich alles praktiziert was man tun kann. Bis ich auf die Ursache für meine unbewusste Angst gestoßen bin und Schutz ist damit un notwendig geworden. Es ist alles also zum richtigen Zeitpunkt das Richtige. Schutz wenn man Schutz braucht (weil man ihn noch braucht), kein Schutz, wenn man das Thema aufgelöst hat und es geht einfach einiges leichter.

Wie löse ich auf? Wir verwenden sehr gerne Affirmationszeilen, Indigo hat schon einige sehr schöne Postings dazu geschrieben. In meinem neuen Buch "Befreie dich selbst" sind 48 mögliche Charaktereigenschaften mit den Auflöse Sätzen beschrieben. Wir wiederholen diese Sätze einmal in der Früh und einmal am Abend. Oder wir arbeiten über die Hypnose um gewisse Sätze im Unterbewusstsein zu verankern. Die Affirmation ist aber sicherlich der schönste Weg.

Ich umarme dich und danke dir für deine Ehrlichkeit,

von Herzen alles Liebe,

Matthias
__________________
Matthias A. Exl, MBA
Heilerschule Herzenssache
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