Zitat:
Zitat von Der Seelenfels
Die sogenannten Grenzen verschwimmen und lösen sich auf. Später gibt es weder gut und schlecht, falsch und richtig, gut und böse oder Wahrheit und Lüge. Dann ist alles wie es ist. Das ist die Wahrheit, und die ist für jeden anders. in der Selbstliebe, der Selbstachtung und dem Selbstwert gelingt es mir den anderen als das zu sehen was er ist und dann kann mich der andere auch sein lassen wie ich bin.
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Abgrenzen ist der Anfang um das Ich zu erkennen, doch die Lösung liegt im WIR FÜR UNS! Die Liebe sagt: "Es ist wie es ist!"
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Lieber Peter Josef,
"Später gibt es weder gut und schlecht..."
Dort, in diesem "später" bin ich noch nicht. Aber um dorthin zu gelangen, dort wo die Liebe keine Abgrenzung mehr braucht, muss ich meinen Weg markieren. Rechts und links von meinem Weg schlage ich einen Pfahl ein, um mich orientieren zu können....
Tue ich das nicht, verirre ich mich und bleibe irgendwo hängen, wo ich nicht hin will!
Ich setze meine Grenzen aber auch nicht lieblos. Zuerst suche ich immer der Weg der Liebe - wird dieser aber nicht angenommen oder respektiert, dann setze ich meine Grenzen anders.
Das klingt nun vielleicht sehr selbstgefällig und hart. Das ist es aber nicht. Ich stoße niemanden vor den Kopf. Es ist auch möglich, "nett" Grenzen zu setzen. Jetzt kommt wieder ein von mir so geliebtes Beispiel

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Wenn ich nicht möchte, dass ich von anderen ausgenutzt werde, dann muss ich ja nicht sagen: "Du kannst mir mal den Buckel runter rutschen, mach es gefälligst alleine!"
Ich kann auch sagen: "Ich werde das nicht tun, weil ich meine Zeit besser für mich selbst zu nutzen weiß, nicht aber, um dir weh zu tun!"
Es kommt immer auf die Situation drauf an. Manchmal wird es vielleicht auch ein längeres Gespräch brauchen, um Dinge klarzustellen und zu erklären. Und ich denke, Menschen können das auch akzeptieren, dass man sich selbst treu bleiben möchte!
Wenn ich jedoch sehe, dass ich jemandem helfen kann und dabei nicht das Gefühl habe, "ausgenutzt" zu werden, dann helfe ich sehr gerne! Und wenn ich etwas gerne tue, dann betrüge ich auch mein Selbst nicht.
Lieber Peter Josef, ich habe eine Frage an dich. Was würdest du tun, wenn ich regelmäßig zu dir kommen würde, um mir Rat zu holen und bei dir meinen "Ballast" abzuladen. Aber eigentlich ändere ich nichts - ich bin gar nicht interessiert daran. Mich interessiert nur mein Selbstmitleid und ich suhle mich in deinem Trost.
Wahrscheinlich müsste ich nach einiger Zeit damit rechnen, dass du mich darauf hinweisen wirst und mir nahelegen, dass du keine Lust hast, deine Zeit damit zu verplempern, dir ständig nur mein Gejammer anzuhören, ohne dass ich auch nur annähernd versuche, irgend etwas zu ändern.
Das ist für mich auch "Grenzen setzen".
Wie siehst du das?
Deine Meinung ist mir sehr wichtig.
HERZlichst
Gabi