Zitat:
Zitat von Indigo
Menschen, die in ihrer Kindheit nicht geliebt worden sind, essen auch später mehr. Da hilft kein Fasten; die einzige Hilfe wäre das Erscheinen der Liebe. Sie essen nur. Essen ist ihr Ersatz für die Liebe. Sobald jemand da ist, der sie liebt, merken sie augenblicklich, dass sie aufgehört haben, sich zu überessen.
|
Liebe Ines,
es mag sein, dass es in manchen Fällen so ist, wie du es beschrieben hast.
Ich denke aber nicht, dass alle, die Probleme mit ihrem Gewicht haben, noch nie Liebe erfahren durften.
Ich war von klein auf immer eher "pummelig", nie stark übergewichtig, aber halt immer da und dort etwas zu viel des Guten...
In meiner ersten Beziehung, die 7 Jahre dauerte, war ich schlank. Diese Beziehung war keinesfalls von wahrer Liebe geprägt. Sie war da, damit ich lerne.
Meine zweite Beziehung hält noch immer an - seit 13 Jahren - ich war lediglich das 1. Jahr und dann nach meinem 1. Sohn für 1 Jahr, bis sich unser zweiter ankündigte, richtig schlank. Den Rest dieser 11 Jahre plage ich mich mit ein paar Kilos da und ein paar Kilos dort herum.
ABER: Im Gegensatz zu meiner 1. Beziehung (in der mir sprichwörtlich der Appetit verging) gibt es jetzt keinen Grund, mich nicht geliebt zu fühlen. Ich liebe und werde wiedergeliebt.
Auch als (Einzel-)Kind wurde ich von meinen Eltern "vergöttert" und die Liebe ist auch heute noch spürbar. Trotzdem war ich nie dünn!
Ich denke, die Gründe, warum jemand mit seinem Gewicht "kämpft"

liegen in unterschiedlichen Themen - bei manchen sind es vielleicht unaufgearbeitete Kindheitserlebnisse, bei anderen Frust über das eigene Leben, das man nicht auf die Reihe kriegt, beim anderen ist es ein fiktiver Panzer, der einem hilft, die Grenzen für sein Selbst zu setzen, indem man durch die dicke Schicht/Haut von außen unangreifbar zu sein scheint, weil man selbst nicht konsequent genug ist, sein Selbst zu leben und zu wahren!
Zum Thema Stillen habe ich auch noch eine Geschichte:
Meine Freundin Astrid und ich bekamen unsere beiden erstgeborenen Söhne um 3 Wochen versetzt. Wir beide haben voll gestillt. Ihr Nicolas war richtig rund und mein Alex war mager, so dass man alle Rippen sehen konnte, wenn er sich streckte.
Mein Vater erklärte mir das so

:
Manche Kühe haben eine magere Milch mit wenig Rahm und manche haben fette Milch mit viel Rahm. Warum sollte es beim Menschen anders sein?
Der Vergleich ist zwar ein bisschen makaber, aber er hinkt nicht

. Ich kann mir das durchaus vorstellen.
Astrid hat während des Stillens anfangs jede Woche 1 kg abgenommen und hatte bald wieder ihr Ausgangsgewicht. Als sie aufhörte zu stillen, war sie schlanker als vor der Schwangerschaft. Und ich???? Ich habe keinen Gramm abgenommen, sondern erst als ich aufhörte zu stillen, ging das Gewicht bei mir runter (natürlich auch nicht von alleine...)
Heute sind unsere Jungs beide schlank und auch Niko hat seinen Babyspeck vollkommen verloren, nachdem Astrid aufgehört hatte zu stillen.
Und sie liebt ihren Sohn genauso von ganzem Herzen wie ich auch, davon bin ich überzeugt und das spürt man auch.
Das heißt aber natürlich nicht, dass deine Erfahrungen nicht stimmen. Sicherlich wird es in vielen Fällen zutreffen - und ehrlich gesagt, würden mir auch einige Beispiele dazu einfallen....
HERZlichst
Gabi