Grüß Euch!
Das Buch, Der Weg der Priesterin, war eines meiner ersten Bücher im Zusammhang mit Spiritualität usw. Ich war bald auf Seite 50, bemerkte aber, dass ich das Buch nicht wirklich las. Somit fing ich wieder von vorne an und versuchte mir jede Passage auch wirklich vorzustellen und mich hineinzufühlen (soweit es möglich war).
Der erste Teil war für mich sehr anstrengend zu lesen. Es waren zu viele Informationen über die verschiedenen Gottheiten und Tänze, sowie Kulturen und Riten. Ich war damals noch nicht so weit diese Informationen aufzunehmen und sehr vieles habe ich auch nicht verstanden. Daher ist es sicherlich interessant dieses Buch nach einer gewissen Zeit noch einmal zu lesen.
Begeistert hingegen war und bin ich von dem Teil, in dem es um die Rolle der Frau und ihre Weiblichkeit geht. Ich veränderte mich zwar nicht von einer Nacht auf die andere, aber es wurde etwas in mir geweckt. Ich bin noch lange nicht angelangt, aber ich bemerke sehr wohl, wie sich meine Einstellungen und Empfindungen verändert haben.
Ganz besonders zum Nachdenken brachte mich die Aussage, dass die Emanzipation im Endeffekt genau das Gegenteil bewirkt hatte: nicht die weiblichen Eigenschaften wurden gestärkt, sondern die männlichen. Gleichstellung der Frau ist gleichbedeutend mit der Verleumdung des Weiblichen und mit dem Hervorheben des Männlichen. Das klingt skurril nicht wahr? Ich war aber nicht anders: ich bemerkte schon als Kind, dass männliche Eigenschaften in unserer Gesellschaft mehr Wertigkeit hatten als weibliche. Meine Reaktion darauf war, dass ich immer mehr männliche Eigenschaften angenommen habe, nur um "gut anzukommen" und mehr Wert zu haben. Natürlich war das kein bewusster Vorgang.
Man muss sich nur einmal folgendes überlegen: wie viele typische weibliche Eigenschaften werden denn in unserer Gesellschaft anerkannt und wertgeschätzt??????
Hmmm, ich habe das Gefühl als würde Matthias auf meiner Schulter sitzen und mir zuflüstern, dass man das eigene Wertigkeitsgefühl in sich selbst suchen und nicht von der Gesellschaft abhängig machen sollte. Tja, das ist absolut richtig, aber nicht einfach, da wir nunmal in diese Gesellschaft hineingeboren wurden und diese unsere Einstellungen und Gefühle mitprägt.
Ich bemerke gerade, dass ich auch soviel schreibe wie ich rede

, daher werde ich mich wieder meiner Seminararbeit widmen und dort in die Tasten klopfen

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Fette Umarmung
chriwu
Anmerkung Herzenssache: Posting wurde aus Forum Vorstellungsrunde in Forum Bücher kopiert.