Kindererziehung
Unsere Kinder gehören uns nicht! Sie sind ein Segen, den das Universum uns schenkt. Sie besitzen ihren eigenen individuellen Geist. Sie sind alte Seelen, die auf die Erde kommen, um neue menschliche Erfahrungen zu sammeln. Sie haben sich ihre Eltern ausgewählt, weil sie bestimmte Lektionen lernen und bestimmte Herausforderungen meistern wollen. Sie können ihren Eltern viel beibringen, wenn die Eltern bereit sind, von ihnen zu lernen. Kinder sind eine Herausforderung, weil sie das Leben oft ganz anders sehen als wir.
Eltern beharren häufig darauf, ihren Kindern alte, überlebte Ideen einzuhämmern, von denen die Kinder instinktiv spüren, dass sie nicht das Richtige für sie sind. Es ist die Pflicht der Eltern, ihren Kindern eine sichere, förderliche Umgebung zu schaffen, in der sich ihre Persönlichkeit auf bestmögliche Weise entwickeln kann. Würdet ihr euch doch nur immer wieder bewusst machen, dass jedes Kind, das auf diesen Planeten kommt, ein Heiler ist und Wunderbares für den Fortschritt der Menschheit zu leisten vermag, wenn es nur ausreichend ermutigt wird!
Wenn ihr versucht, ein Kind in ein Korsett zu zwängen, das euch von euren eigenen Eltern überliefert wurde, leistet ihr ihm damit keinen guten Dienst und ihr leistet auch der Gesellschaft insgesamt keinen guten Dienst.
Es ist enorm wichtig, ein offenes Ohr für das zu haben, was Kinder euch mitteilen möchten. Wenn Kinder anfangen, ihre Abneigungen und Wünsche zu artikulieren, bekommen viel zu oft zu hören: „so etwas sagt man nicht! So etwas tut man nicht! Benimm dich gefälligst! Tu dies nicht! Tu das nicht!“ Irgendwann hört das Kind dann auf, überhaupt mit seinen Eltern zu reden, und eines Tages ist es auf und davon. Wenn ihr möchtet, dass eure Kinder später, wenn sie älter sind, in nahem Kontakt zu euch bleiben, solltet ihr euch frühzeitig angewöhnen, ihnen zuzuhören und einen offenen Kommunikationsstil zu pflegen.
Lobt eure Kinder für ihre Einzigartigkeit. Lasst zu, dass sie ihre ganz persönlichen schöpferischen Talente entdecken, und ermutigt sie, auch wenn ihr glaubt, dass es sich nur um vorübergehende Laune oder „Flausen in Kopf“ handelt. Kritisiert sie nicht.
Kinder tun niemals das was ihr ihnen sagt. Sie tun das, was ihr tut. Ihr könnt nicht zu ihnen sagen, dass sie nicht rauchen, trinken oder Drogen konsumieren sollen, wenn ihr euch selbst nicht daran hält. Ihr müsst Vorbilder sein und selbst den Lebensstil pflegen, den ihr für eure Kinder als wünschenswert anseht. Es ist immer wieder erstaunlich, welche Harmonie in Familien entsteht, wenn Eltern bewusst daran arbeiten, Selbstliebe und eine positive Lebenseinstellung zu kultivieren. Die Kinder reagieren darauf mit neuem Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und ihr Selbstwertgefühl wird gestärkt. Wenn es euch gelingt, euren Kindern zu vermitteln, dass sie keine Opfer eurer Situation sind und dass ihr euer Leben zum Besseren verändern könnt, indem ihr Verantwortung für euch selbst übernehmt, werdet ihr überrascht sein, welche großen Fortschritte ihr macht.
Dazu müsst ihr keine „perfekten“ Eltern sein. Wenn ihr liebevolle Eltern seid, werde eure Kinder mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Männern und Frauen heranwachsen, wie ihr sie euch als Freunde wünscht. Sie werden erfolgreiche Menschen sein, die ein erfülltes Leben führen. Selbsterfüllung bringt inneren Frieden. Das Beste, was ihr für eure Kinder tun könnt, ist, euch selbst zu lieben, denn Kinder lernen immer durch Vorbilder. Sie werden dann ein besseres Leben haben und auch ihr werdet ein besseres Leben haben.
In Liebe
Ines
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