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Alt 21.03.2008, 09:09
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Matthias A. Exl Matthias A. Exl ist offline
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Pfeil Oster Gedanken... und Frohe Ostern

Ihr Lieben,

ich wünsche euch von Herzen erholsame Ostern. Ich habe gerade den heutigen Artikel in der "Kleinen Zeitung" mit einem Auszug zur Kom-Passion im Horizont von Ostern von Bischof Dr. Egon Kapellari gelesen.

"Ostern radikal verstehen und annehmen heißt, nicht an den Tod als ein Letztes zu glauben,..."
Ja, bis hierher kann ich voll und ganz zustimmen.

"sondern glauben an eine Verwandlung durch läuternden Schmerz und Tod hindurch."
empfinde ich als sehr leidend... Ja, WENN Leid geschieht dient es uns zum Umdenken und zur Korrektur von dem was wir tun - doch bedeutet dies sofort immer leiden zu müssen? Für mich jedenfalls nicht (mehr)

"Das Pfand für diese Hoffnung ist das Leben, Sterben und Auferstehen Jesu Christi, wie es in den Evangelien bezeugt ist und seine Kraft im Leben so vieler ernsthafter Christen seit 2000 Jahren und bis in unsere Gegenwart erwiesen hat. (...)"

Im Grunde bedeutet dies, wir haben Jesus Leben/Tod/Auferstehung als Pfand auf die Hoffnung für läuternden Schmerz und Tod hindurch. Meine ganz persönliche Meinung dazu: eine zutiefst deprimierende Ansicht - einen Pfand auf eine Hoffnung (das Wort besagt kann sein/muss nicht sein eben reine Hoffnung) auf läuternden (ich armer Sünder habe offensichtlich sehr gesündigt) Schmerz (da ist er der erlösende Schmerz für meine läuterungswürdigen Taten) und Tod hindurch.

Für mich persönlich spiegelt sich hier der leidende Charakter des Christentums wider. Für mich ist Ostern und der Weg Christi ein vorbildhafter Weg, von welchem man nur lernen kann:
Zu Lebzeiten baue ich Vertrauen auf - auf Gott. Auch in schwierigen Zeiten, in welchen ich zweifle. Denn genau da finde ich irgendwie wieder zum Vertrauen zurück. Ich werde konfrontiert mit der Wirkung meiner vorherigen Handlungen, ich sehe manchmal dadurch auch unangenehme Dinge auf mich zukommen (Herr, lass den Kelch an mir vorübergehen). Doch ich stelle mich diesen Ereignissen und wachse. Irgendwann sterbe ich, doch nicht mit Angst, denn ich habe meine Themen zu Lebzeiten bearbeitet. Ich freue mich auf die Wiedervereinigung, meine persönliche Auferstehung und auf das Loslassen meines alten Körpers. Ich habe dabei aber eben keine Angst, das Vertrauen ist in mir. Und damit folge ich der christlichen Auferstehung, aber in Liebe, glücklicher Demut (= für mich die Freude über die Größe und Schönheit der Schöpfung) und Respekt. Ohne Angst, denn eines habe ich erfahren, Gott liebt bedingungslos, ohne Strafe oder Angst zu machen. "Der Vater und ich sind eins"... und so ist der Weg zu Gott für mich, ganz persönlich immer auch ein Weg zu mir selbst. Denn in diesem Tempel - in mir - finde ich Gott. Und damit folge ich Jesus Christus nach.

Ist nun die leidende Sichtweise falsch? Richtig oder falsch gibt es nicht! Letztendlich obliegt es immer der Entscheidung jedes Einzelnen, wie er das irdische Leben und ja, sogar das Leben nach dem Tode formt. Die eigene innewohnende göttliche schöpferische Kraft wird uns genau jene Realität erschaffen, an die wir glauben. Die Frage ist also, wie wir uns entscheiden. Ich habe mich entschieden und freue mich darüber jeden Tag. Und dafür Danke ich euch - jedem einzelnen Licht in der Welt - denn im Grunde sind wir eins.

Frohe Ostern,

In Liebe,
Matthias
__________________
Matthias A. Exl, MBA
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Geändert von Matthias A. Exl (21.03.2008 um 10:18 Uhr)
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