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Alt 12.08.2008, 08:35
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Lotus Heart Lotus Heart ist offline
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Lotus Heart befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard Die Bedeutung des Lotus

Ihr Lieben,
ich habe mich nach langem Überlegen entschlossen, meinen Nickname so zu ändern, dass er den Lotus in meinem Benutzerbild in seiner Aussagekraft unterstützt! Danke Matthias für die rasche Umsetzung!

Der Lotus (bisher dachte ich immer es heißt die Lotus) hat ja für mich eine besondere Bedeutung. Ich habe es in meiner Vorstellung schon kurz angeschnitten.

Außerdem habe ich mich genauer über diese außergewöhnliche Pflanze und deren Bedeutung informiert, was ich euch nicht vorenthalten möchte (siehe unten, für die, die es interessiert).

Ich wünsche euch noch eine wundervolle Woche!
Alles Liebe
Gabi


Die Lotusblume (lat.: Nelumbo nocifera)

In ihrer natürlichen Umgebung wachsen Lotusblumen in schlammigen Gewässern, wirken aber aufgrund einer einzigartigen Oberflächenstruktur selbst völlig sauber (Lotuseffekt genannt), was den Lotus seit Jahrtausenden zum Sinnbild für Reinheit (gemeint ist damit meist die Reinheit des Geistes), Treue, Schöpferkraft und Erleuchtung macht. Dem Lotus wird in vielen Kulturen eine besondere Bedeutung beigemessen. Für Fruchtbarkeit und Überfluss steht er im Hinduismus.
Im Buddhismus zählt er als Symbol für den Lauf der Zeiten zu den acht Kostbarkeiten. Das Wachsen der reinen Blüte aus dem Morast gilt hier als Symbol für das Erscheinen von Erleuchteten. Die sich öffnende Blüte repräsentiert die Entfaltung der Seele. Buddha wird oft auf einem Lotus sitzend abgebildet.

Die verschiedenen Deutungsmöglichkeiten der Lotusblume überschneiden oder unterscheiden sich von Kultur zu Kultur. Sei es die Reinheit trotz der widrigen Umgebung, der Überfluss, der durch die Anzahl der Blütenblätter repräsentiert wird, oder das Schöne, das Weibliche – der Lotus scheint so vielfältig in seiner Bedeutung zu sein wie kaum eine andere Blüte.

Besonders in China hat die Lotusblüte symbolischen Charakter: Wegen der Lautgleichheit des chinesischen Namens mit den Wörtern für Liebe und harmonische eheliche Verbundenheit ist der Lotus dort Sinnbild einer guten Ehe. Es überrascht nicht, dass er, damit einhergehend, in chinesischen Gärten als Symbol für Anständigkeit und familiäre Eintracht gepflanzt wird.

Die Bedeutungen der Lotusblume in Indien sind ähnlich. Vor der Hochzeit verzieren indische Frauen ihre Hände und Füße mit Mehndis und malen dabei auch diese Blume. Repräsentieren Blüten im Allgemeinen dort die weibliche Schönheit und natürlich verschiedene Gottheiten, steht der Lotus für die Göttin Lakshmi, die zu Schönheit, Gesundheit und Reichtum verhilft. Werden die Blüten nicht nur einzeln in die typischen Paisley-Muster eingearbeitet, sondern als Blumenranken umgesetzt, sind sie Zeichen für wachsende Liebe. Etwa neun Monate später gewinnt der Lotus wieder an Bedeutung für die Inderinnen, die sich als mentale Unterstützung bei der Geburt eine langsam entfaltende Lotusblüte vorstellen, und in buddhistischen Legenden erzählt man sich, dass auch Buddha auf einer Lotusblüte geboren wurde. Somit steht die Lotusblüte auch für das weibliche Geschlecht, das sich ähnlich den Blütenblättern langsam öffnet, um dann in voller, leuchtender Schönheit zu erstrahlen. In Anlehnung daran spielt auch ihr Umfeld wieder eine Rolle, denn ihr Wachstum aus dem Sumpf ist auch Symbol der Schöpfung und des Entstehens aus dem „dunklen Feuchten“, dem weiblichen Schoß. Diese Weiblichkeit und das Mütterliche, Beschützende stehen außerdem für die beschützenden Eigenschaften, die mit der Lotusblüte assoziiert werden, und so kommt es, dass der Lotus manchmal als Schutz bietende Hülle für einen persönlichen Schatz dargestellt wird.

Hat sie normalerweise acht Blätter (die auch symbolisch für die Himmelsrichtungen gesehen werden), wird sie in den Upanischaden mit unterschiedlich vielen Blütenblättern dargestellt und verändert mit wechselnder Anzahl der Blätter ihre Aussage. So steht die Lotusblume mit zwei Blütenblättern (Do-Dal-Kanwal) als Wohnsitz von Verstand und Geist. Hat sie tausend Blütenblätter (Sahans-Dal-Kanwal), symbolisiert sie die Astralwelt oder ist Zeichen für eine hoch entwickelte Seele, die ein »höheres Ziel« erreicht hat.

Der blaue Lotus heißt Utpala. Er öffnet seine Blüte bei Sonnenuntergang, fängt erst beim Mondschein an zu duften und wird deshalb dem Mond zugesprochen. Weil der blaue Lotus sehr langlebig ist, ist er ein Sinnbild für Ausdauer und Beständigkeit.

Der rosa Lotus (Padma)
wird im Gegensatz zum blauen Utpala dem Tag und der Sonne zugeordnet.

Der rote Lotus heißt Kamala
und symbolisiert die Unschuld und Reinheit des Herzens. Er ist der Lotus der Liebe, des Mitgefühls, der Leidenschaft und aller anderen Gefühle, zu der ein unschuldiger, reiner Mensch fähig ist.

Der weiße Lotus heißt Pundarika
und wird mit spiritueller Perfektion und geistiger Klarheit assoziiert.


Die Eigenschaft des Lotus, dass seine Blätter und Blüten, obwohl er im Schlamm wurzelt,niemals verschmutzt sind (genannt Lotuseffekt) wird übrigens nicht nur sinnbildlich genutzt, sondern macht ihn ganz profan zum Forschungsobjekt im Bereich Oberflächenversiegelung. Dieses Phänomen der Selbstreinigung und Wasserabweisung basiert auf winzigen Wachsnoppen an der Oberfläche der Blüten, die Wasser einfach abtropfen lassen. Das ablaufende Wasser nimmt dabei Schmutzpartikel und auch Krankheitskeime einfach mit. Damit steht der Lotus auch für das buddhistische Prinzip des Nicht-Anhaftens, bei dem es vereinfacht darum geht, dem Weltlichen und Materiellen nicht zu viel Wert beizumessen und sich über das weltliche Chaos und die Illusion zu erheben.

Übrigens trifft man oft auf die unterschiedlichen Namen Lotos oder Lotus – gemeint ist das Gleiche, wobei Lotus aus dem Griechischen stammt und „schöne Blume“ oder auch „geschätzte Pflanze“ bedeutet.

Der Lotus wird jedoch meist als Nutzpflanze angebaut. Die Bestandteile des Lotus sind fast zu 100 % essbar. Die knackigen Wurzeln, Blätter, Samen und Stängel finden in der chinesischen und indischen Küche vielfältige Verwendung für köstliche Gerichte, und enthalten neben Mineralien und Spurenelemente auch Vitamine.
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