Leiden und so...
Liebe Gabi,
ich habe mit großem Interesse Deinen Beitrag gelesen und will eine Antwort versuchen.
Ich stimme Dir bedingungslos zu, dass gerade in Beziehungen immer beide 50/50 als Auslöser (ich möchte hier nicht von Schuld sprechen) Anteil daran haben. Und mit der 1/2 wäre ich ja auch einverstanden - nur bekomme ich immer die ganze Schuld aufgedrückt, was ich denn nicht immer (eben seit Beginn unserer Beziehung) alles verkehrt gemacht habe. Und was nicht alles schlecht und schlimm war. Und die Hälfte meiner Frau besteht darin, dass sie zugelassen hat. Du/Ihr kennst uns zwar auch nur kurz, aber wer bei uns (wie in den meisten Ehen) das Sagen hatte, daran wirst auch Du dich noch erinnern.
Und nein, ich erhalte (und will) kein Mitleid, ich erhalte Unverständnis. nach 8 Jahren Ehe, einer (zumindest im Aussen bei allen so wirkenden) harmonischen Beziehung, 4 Kindern (wir haben ja gerade am 5ten gebastelt - und das höre ich von jedem, mit dem ich spreche!) und dann DAS???
Ausdrücklich, kein Mitleid, nur Ungaluben.
Ändern, lösen? Ja, stimmt, das geht nur, wenn von beiden Seiten daran gearbeitet wird. Arbeit? Oh, das beschränkt uns ja in der Freiheit. Und etwas ändern? Ich muss das doch nicht, oder? Alles was ich sage und tue ist richtig und stimmig, das fühle ich - ich bin ja so weit entwickelt und sehe überall dahinter(und das sind, wie Du unschwer erkennst, nicht meine Worte)
Auch wenn ich mich mit obigem Absatz erneut dem Unverständnis ausstze, oder zynisch bin: Eine Beziehung, Elternschaft, Liebe etc kann auf so einer Basis nicht funktionieren. Und den Menschen darin zu bestärken, dass es nur eine (nämlich seine/ihre) Seite der Medaille gibt ...
Alles Liebe,
H.M.
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Herwig Michael Knoll
Knoll Unternehmens- & Vermögensberatung
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