Loslassen
Herzlich willkommen liebe A.... und lieber D.....!
Erstmal freut es mich sehr, dass auch ihr dabei seid. Danke für die lieben Gedanken welche ich von dir liebe A.... erhalten habe. Ich glaube wir bekommen das Loslassen noch nicht so recht hin. In der Natur sieht sieht alles so einfach aus. Wenn wir am frühen Morgen an einem See eine Seerose sehen und unter ihr Kreise im Wasser, wissen wir, dass gerade ein Tautropfen hineingefallen ist. Ein kostbarer Moment - und ein schmerzlicher Moment. Indem der Tropfen der Schwerkraft nachgibt und sich fallen lässt, verliert er seine alte Identität und vereint sich mit der Unendlichkeit des Wassers. Man kann sich vorstellen, wie sehr er gezittert hat, bevor er sich fallen ließ - an der Grenze zwischen dem Bekannten und dem, was er nicht wissen kann. Es ist eine Bestätigung dass etwas zu Ende ist, dass etwas vollendet ist. Wie schön wäre es doch wenn immer alles loslassen könnten - auch Dinge die wir lieben, Dinge wodurch wir unsere Identität definieren - es ist Zeit alles loszulassen. Wenn wir den Mut haben uns ans nichts mehr festzuhalten wir uns sicher etwas Größeres erwarten - neue Dimensionen wollen entdeckt werden. Wir sind schon an einem Punkt angelangt, wo wir nur noch der Schwerkraft nachgeben müssen. Wenn wir es nur zulassen würden, würde es eine Befreiung für uns sein.
Der Tautropfen war zuerst nur der Tautropfen. Doch als er der Schwerkraft nachgab wurde er eins mit dem Wasser. Er ist ein Teil der Unendlichkeit geworden. Er ist verschmolzen, vereint, eins geworden mit dem Ozean. Er hat jetzt keine Ahnung mehr vom "Ich". Wenn das ICH verschwindet, ist Unschuld da. Dann sind wir EINS.
Alles Liebe und Gute
Ines
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