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Fragend
Anima und Animus?
Hallo Ihr Lieben,
mag mir vieleicht jemand beim Deuten meines Traumes helfen?
Also ich träumte das meine Family einen Ausflug machten wir hielten an und waren an einer felsigen Bucht. Mein Jüngster war sehr eingehummelt Mütze, Schal, Handschuhe, als wir wieder zurück wollten kam ein Mädchen ca 8 Jahre und machte sich lustig das mein Kleiner so eingepackt war. Ich ließ sie ihn auslachen und ging zurück, das Mädchen begleitete uns. Da durchschritten wir eine Wetterfront aus dem milden Frühling wurde ein stürmischer, kalter Winter ich sah zu dem Mädchen und zog ihr die Mütze vom Kopf und sagte zu ihr: hier ist es doch so warm die brauchst du doch nicht. Das Mädchen begleitete uns trotzdem weiter ohne einer Gefühlsregung. So kamen wir zu einem parkendem Auto. Ich war am hinteren Teil und sie stand davor. Da sah ich wie ein riesen schwarzer LKW vor ihr eine Wendung versuchte, er kam ihr immer näher. Ich schaute unter das Auto und dachte sie unter das Auto zu ziehen, damit ihr nichts passiert, aber ich konnte nicht sprechen, ich fühlte mich wie ein Zuschauer und so betete ich innerlich nur das ihr nichts passierte. Aber der LKW drückte sie gegen das andere Auto so das sie vor Schmerzen schrie, ich ging auf die Seite des Autos und sah wie sie auf dem Boden zusammengekrümmt jammernd lag und der Reifen des LKW's immer näher ihres Kopfes zurollte. Hier fühlte ich mich auch wieder nur als Zuschauer unfähig einzugreifen, wie gelähmt. Das was ich nur unternehmen konnte war zu laufen und nach der Polizei zu schreien, was ich auch tat.
Irgendwie habe ich das Gefühl das dies eine Reise in meine Vergangenheit war, das mir die Verletzung des kleinen Mädchens in mir zeigte und mein Verhalten statt zu helfen im Außen hilfe zu suchen. Kann dies sein? Meinem inneren Mädchen nahm ich den Schutz (Mütze) wobei ich meinen inneren Jungen wollig warm einpackte. Oder wie würdet ihr das sehen?
Danke, für eure Zeit
Gretl
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Liebe Gretl!
Deine Selbstinterpretation führt dich eventuell auf die richtige Fährte, glaube ich.
Hast du, als du ca. 8 Jahre alt warst, einen Verlust erlitten? Oder ist damals etwas mit dir passiert, das einen Teil deiner Seele gelähmt hat? Welchen Teil hast du nicht integriert?
Möglicherweise beleuchten dir die "Tagesreste" deiner Gegenwart deinen Traum, vielleicht hat ein emotionaler Wetterwechsel stattgefunden, ohne dass es dir bewusst war.
So Träume sind für mich oft wie Krimis, die in die uns so vertraute Alltagswelt eine Frage werfen, die nichts anderes will, als uns wieder eine Facette unserer Selbst und auch unseres Tuns zu zeigen.
Herzliche Grüsse von deiner
Selma
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Fragend
Liebe Selma,
vielen, vielen Dank für deine Gedanken und Anregungen.
Meine Verluste erlitt ich im Babyalter, die mir ab ca 6 Jahren gespiegelt wurden. Im Babyalter muss ich wohl Teile von mir verloren haben, denn durch eine schamanische Familienaufstellung erlebte ich wie ich mich von meiner Lebensfreude bedroht fühlte, weil ich nichts mit ihr anfangen konnte. Es wurde erst erträglich als "Sie" den Raum verließ.
Was mir jedoch einen Tag vor diesem Traum bewusst wurde, war das ich meinen Glauben verloren hatte aus dem das Vertrauen wächst. Somit fühlte ich mich immer Selbst verantwortlich für mein Tun und Handeln. Wem konnte ich Vertrauen der mir den Weg zeigen konnte, deshalb vieleicht meine "Zuschauerrolle" im Traum? Ich suchte zwar nach Hilfe, aber ohne Glaube wie kann man da finden?
Vieleicht zeigte mir der Traum das durch dieses Fehlen man unweigerlich "unter die Räder" kommt?
Es war das Mädchen, die weiblichen Anteile, die der Gefahr ausgesetzt war, die Schmerzen erlitt...Daher passt es irgendwie für mich, denn ohne Vertrauen wie kann man da zwischenmenschliche Beziehungen aufbauen und was geschieht mit meinen innerer Gefühlen sie sind hilflos wie im Traum.
Was ich mich aber am meisten Frage, kann dies auch im Zusammenhang mit Ablehnung stehen, die ich im Außen erfahre? Weil mir dieses in letzter Zeit immer öfter unterkommt.
Sei ganz herzlichst umarmt Gretl
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Moderator
Weise
liebe Gretl,
bin beim Träume deuten keine Expertin. will dir aber wenigstens sagen, dass mich dein Traum berührt hat. und ich erstaunlich und perfekt finde, wie du ihn interpretierst - da drauf wäre ich nie gekommen - und es ist ja schließlich und endlich auch dein Traum mit deiner Lebensgeschichte und deinen (Tages- und Lebens)Erfahrungen.
mir hilft grundsätzlich, mir meine Träume sehr detailiert anzuschauen - und davon auszugehen, dass jedes Detail mit mir selber zu tun hat. da wurde ich beim Verstehen schon (von mir selber) überrascht :-) ich merke mir auch nicht allzu oft Träume - die, die ich ins Wachbewusstsein mitnehmen darf, wollen mir tatsächlich weiterhelfen. viele andere scheinen bei mir so was wie geistige Hygiene zu sein.
was glaubst du warum das Mädchen den Jungen ausgelacht hat? und wofür stehen ein schützendes kleines Auto und ein bedrohlicher großer LKW?
herzliche Grüße
Liza
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Inspiriert
Hallo Gretl
Das meiste wurde ja schon geschrieben. Meine Überlegung war das es genau 3 Personen in dem Traum vorkommen. Dein kleiner Junge, das 8 Jährige Mädchen und du selber.
Die zahl 3 ist für mich das ganzheitliche. Es sind die Männliche sowie die weibliche seite mit dabei. Dich sehe ich als die Mitte zwischen denken und fühlen, du gleichst es aus.
Vom Gefühl kannst du die Last nicht tagen, die dir entgegen kommt.
(Ich denke das ist die situation mit dem LKW)
Ich hoffe du kannst aus den paar brocken was mitnehmen und es hilft dir ein wenig.
Liebe Grüße Betti
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Fragend
Liebe Liza,
ehrlich gesagt ich bin auch keine Traumexpertin. Ich weiß halt das wenn man träumt und sie morgens immer noch im Kopf behält, sind sie wichtig für einen Selbst und darum schaue ich immer was sie mir sagen möchten. Im großen und ganzen Verstehe ich meine Träume, tausche mich auch mit meiner Freundin aus, in der dann Anregungen kommen, die man schnell übersieht. Wie z.Bsp. jetzt deine Fragen, die mich tiefer in meinen Traum blicken lassen die ich sonst wohl übersehen hätte. Ich meine einen Traum kann nur der Träumer selbst entschlüsseln, da er ja seine Gefühle, Gedanken kennt. Alles ist seins wie auch das Unterbewusstsein mit seiner eigenen Bildersprache. Oft sind wir aber in unseren Gefühlen so gefangen das ein Außenstehender eher erkennt und da wir alle miteinander verbunden sind sollte man auch den Rat suchen.
Nun aber zu deinen Fragen: ich denke der männliche Teil in mir winzig klein, eingepackt und behütet in seiner Kraft, Stärke, Macht wird von dem größeren weiblichen Teil der Gefühle, der Liebe ausgelacht. Hier fehlt für mich die Balance, das Gleichgewicht, das Zusammenspiel.
Nach der Traumdeutung steht der LKW wie auch das Auto für einen Selbst. Vom Verstand her (Junge) suche ich immer die Sicherheit, wobei mein Verhalten (LKW) mich aber im Gefühl verletzt.
Ich finde hier wieder etwas vom Thema Vertrauen-Glauben, denn durch die Verletzungen bin ich unfähig mich zu öffnen, denn öffnen heißt sich fallenzulassen, aber vom Gefühl her weiß ich das dies Schmerzen bedeutet. Der Junge ist noch zu klein um das Mädchen zu schützen, er sucht selber noch den Schutz.
Ich denke ich muss mir meiner Stärke bewusst werden um so meine Gefühle zu schützen um auch wieder anfangen zu können zu glauben.
Oder?
Danke und alles Liebe Dir
Gretl
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Fragend
Meine liebe Betti,
ja das Ganzheitliche möchte zusammenkommen, daher zeigte mir wohl der Traum worin es wohl noch fehlt.
Aber ich möchte noch anmerken, wenn ich mir meiner Stärke bewusst bin, dann brauche ich ja gar nicht meine Gefühle mehr zu schützen sie werden dadurch ja automatisch geschützt.
Danke dir und drücke dich Deine Gretl
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Neugierig
Hallo Gretl,
deine Deutung und die der Anderen gehen alle in eine Richtung,
dies mag auch richtig sein.
Aber ich hatte beim Lesen eine ganz andere Ahnung.
Meine spontaner Eindruck war, dass das Einmummeln deines Kindes eine Übervorsorglichkeit deinerseits bedeutet, ein Mangel an Vertrauen in dein Kind (oder Kinder?).
Und als du dann dem zweiten Kind deinen Schutz entzogen hast, wurden deine Ängste, dass deinen Kindern etwas passiert wenn du sie nicht behütest Wirklichkeit.
Evtl. ist das ja nur meine Deutung auf mich bezogen, aber vielleicht passt dies ja auch ein bisschen auf dich.
Liebe Grüße
channel
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Fragend
Liebe Channel,
ich danke dir sehr das du mir deine Gedanken zuteil werden ließt.
Ich habe Kinder dies ist Richtig, der Älteste lebt schon Außerhalb und der Mittlere hat dies jetzt auch vor. Ich habe Sie früh zur Selbstständigkeit erzogen, stand auch nicht immer hinter ihnen, wenn ich eine Grube vor ihnen sah um sie zu warnen. Ich finde es persönlich sehr wichtig das der Mensch seine eigenen Erfahrungen sammeln sollte. Meine Kinder sind zwar ein Teil von mir, aber ihre Seele gehört mir nicht und so kann ich auch ganz gut loslassen. Sie wissen meine Tür ist immer offen, so dass bei einem drohenden Absturz Sie nie alleine dastehen würden. Mit diesem Wissen habe ich Vertrauen für die Wege die meine Kinder gehen möchten.
Manchmal ist es nur mein Ego der gerne mehr möchte, aber den pfeife ich dann immer ganz, ganz schnell zurück, denn zum knuffeln gibt es ja noch einen zu Hause. (zwinker)
Alles Liebe gretl
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Liebe Gretl!
mein Ego
der gerne mehr möchte, aber
den pfeife ich dann
Ich finde das sehr interessant, dass Du Dein Ego männlich empfindest.
Herzliche Grüße von
Selma
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Hallo, lieber Schila-Channel!
Schön, dass Du wieder einmal im Lichtforum bist!
Ich möchte Dir und allen, die das lesen, ein schönes Wochenende wünschen.
Herzlich,
Selma
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Fragend
Liebe Selma,
das war im ersten Moment sehr überraschend für mich deine Zeilen zu lesen.
Für mich besteht das Ego aus männlichen wie auch weiblichen Anteilen.
Deshalb machte ich mich auf die Suche in meinen geschriebenen Unterlagen welchen Artikel ich verwendete, ob dies allgemein gehalten war oder ob dies eine unbewußte Wertung war. Bisher fand ich nur das ich das Ego Geschechtsneutral schrieb. Daher vermute ich das durch die Verwendung des männlichen Artikels, ich eine Wertung vornahm, gemeint als Kontrollzwang z.Bsp.
Herzlichst dankend Gretl, die jetzt mal neugierig weiter nachforschen geht ;-)
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Enthusiastisch
Liebe Gretl,
sehr schöne Anregungen und Selbstdeutungen sind vorangegangen, denen ich kaum noch etwas Nützliches hinzufügen kann.
Aber ich möchte Dir einen kleinen Eindruck, den ich beim Durchlesen erhalten habe mitteilen, vielleicht kannst Du ihn noch verwerten, sonst vergiss ihn einfach.
Warum ist der kleine Junge so sehr warm eingepackt? Als ich das las, hörte ich in mir die spontane Frage: Will sie ihn ersticken? Warum?
Das 8jährige Mädchen hingegen erhält eine wichtige Rolle im Traum. Geht es um sie? Um Dein inneres Kind? (das hast Du ja auch schon angedeutet). Sie ist zwar der Mütze (Kopf SCHUTZ) beraubt oder entledigt worden, aber sonst machte sie mir einen starken Eindruck - vgl. mit dem kleinen Jungen.
Was ich sehr interessant finde und seltener in Träumen vorkommt ist: Die eigene Person als Beobachterin zu sehen (hatte ich auchmal). Eine Dir scheinbar bekannte Situation aus Deiner Kindheit (?) wird Dir nun mit einem anderen Bewusstsein und Altersstufe wie ein "Flashback" gezeigt. Kannst Du Unterschiede feststellen - zu damals und zu heute?
Dein Thema ist Vertrauen(sverlust). Heute, Jahre nach der Verletzung gibt es Unterschiede? Hat sich etwas Verändert?
Die Beobachterrolle gibt uns häufig die Möglichkeit, aus der Distanz eine andere Einschätzung zu erhalten als wie wenn wir unmittelbar darin verflochten sind und davon betroffen. Mit Distanz betrachtet - würde ich die Überschrift wählen wollen...was könnte Dir das sagen? Was könnte sich anders zeigen, aus der Distanz und mit höhrem Alter als mit dem eines 8 jährigen Kindes betrachtet könnte anders sein?
Ist keine Wertung oder gar Schmälerung des erlebten Schmerzes - nur Dein Traum ,so scheint es mir, zeigt auch den Perspektivenwechsel an und regt vielleicht dazu an, noch andere Aspkete, die vielleicht bisher zu sehr "eigemummelt" waren zu enthüllen??
Nur so Ideen, die mir beim Lesen kamen, müssen nicht zutreffen.
Lg
Jamila
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Fragend
Liebe Jamila,
du hast mich sehr dazu angeregt in mich reinzusehen wie auch zu hören. Zu vielen finde ich noch keinen richtigen Zugang, jedoch versuche ich meine Sichtweise Stück für Stück zu ändern.
Mein Thama Vertrauensbruch großes schmerzhaftes Thema, ich bin noch nicht ganz durch, denn was der Kopf versteht kann manchmal das Gefühl nicht annehmen (wollen). Früher brachten mich schon einfache Berührungen aus meiner Mitte. Aber dies legt sich langsam, jetzt zucke ich zwar nicht mehr zusammen, aber die Gedanken drehen sich trotzdem immer noch in eine Richtung. Gleiche Problematik liegt auch im Vertrauen schenken. Phantasiebilder und Spiegelungen machen es nicht leichter mich zu öffnen. Dabei hilft mir nur bewusstes Denken, so fühle ich immer sehr stark den Dualismus von Körper und Seele. Ich denke es braucht noch alles Zeit.
Liebe Grüße und ein herzliches Danke
Gretl
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