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  #1 (permalink)  
Alt 15.06.2008, 15:29
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jamila befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard dir geschieht nach deinem Glauben

Ihr Lieben,

vielleicht könnt Ihr mir bei einer Verständnissschwierigkeit helfen:

Es besagt, dass dir "geschehe nach deinem Glauben"; also die Gedanken (Ursache) eine Wirkung (z.b. Krankheit oder oder oder) haben.

Was ich nicht verstehe ist folgendes:
Wenn der Mensch z.B. keine negativen Gedanken hegt und ihm aber Negatives wiederfährt, WAS ist DAS?

Bsp: (persönlich)
Letzte Woche hat mir eine Frau die Vorfahrt genommen - und bereits hier war sie sehr aggressiv. Das ist irgendwie auf mich übergegangen, aber ich aber nur in meinem Auto geschimpft. An der Ampel dachte ich: schau mal, wer so handelt. ich drehe mich um, streckt sie mir die Zunge heraus und die Daumen in die Ohren und wippt hin und her...hat mich beleidigt.

Ich hatte garnicht an soetwas gedacht...ich war auf dem Rückweg von einem Freund, der mich leider versetzte (unabsichtlich) und MEINE Gedanken waren:
Ach ja ärgerlich, hätte ich das Deutschlandspiel ja doch von Anbeginn sehen können...egal, dann jetzt noch wenigstens den Rest ansehen.

Noch hierin vertift, passierte die o.g. Szene.

Das ist jetzt nur EIN Bsp, aber eines, das ich noch erinnere

Meine zweite Frage hierzu:
Ist es möglich, dass wir "von negativen Gedanken der ANDEREN angezogen werden"? Also jetzt nicht Opfer, aber involviert als Resultat der negativen Gedanken von ANDEREN?

Also irgendwo stehe ich da auf dem Schlauch

Lg
Jamila
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  #2 (permalink)  
Alt 15.06.2008, 23:52
Benutzerbild von engelflügel
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engelflügel befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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Ich sehe das so: Gedanken und Gefühle sind Energie.
Wenn also jemand negative Gedanken oder Gefühle hat sendet er somit negative Energie aus und jeder der offen dafür ist nimmt diese Energie auf, bewusst oder unbewusst.
Hoffe konnte dir a bissl weiterhelfen
Liebe Grüße Renate
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  #3 (permalink)  
Alt 16.06.2008, 07:30
Benutzerbild von Matthias A. Exl
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Idee

Zitat:
Zitat von jamila Beitrag anzeigen
I
Wenn der Mensch z.B. keine negativen Gedanken hegt und ihm aber Negatives wiederfährt, WAS ist DAS?
Liebe Jamila,

von Herzen Danke für dein sehr gutes Posting, mit dieser tollen Frage. Hier liegt nämlich einer der großen Stolpersteine über welche viele fallen. Sehr gerne wird dann als Antwort das Thema "Du musst dich schützen" aufgegriffen, welches aber fehl am Platz ist.

Ja, dies was du oben beschrieben hast geschieht. Und trotzdem ist die Ursache in einem selbst zu suchen bzw. zu finden.

Wir sind sehr oft davon überzeugt, dass wir keine negativen Gedanken hegen, doch dieser Glaube entsteht auf der bewussten Ebene, also dort wo wir denken. Dies ist dann außerdem noch gepaart mit einem Gefühl der emotionalen Ebene.

Tatsächlich ist es aber so, dass auf unserer unbewussten Ebene im Unterbewusstsein (auf Deutsch - wir wissen es nicht) sehr "große und alte" Gedanken aufbewahrt sind, die sehr wohl anders aussehen können. Hier sprechen wir von den unbewussten Schattenthemen, also Themen, die wir für uns als "schlecht" verdrängt haben. Auf der anderen Seite findet sich auf dieser Ebene auch das verletzte innere Kind, welches auch unbewusst in uns wirkt.

Außerdem trägt jeder Mensch die göttliche Manifestationskraft in sich, die ALLES manifestieren kann, was in unserer Vorstellung existiert. Das Interessante ist jedoch, dass diese göttliche Schöpferkraft bei den meisten Menschen unbewusst aktiv wird und so hilft die Schattenseiten sowie das innere Kind im Außen zu manifestieren. Erst, wenn diese Teile ausgeheilt sind, ist man in der Lage bewusst diese göttliche Schöpferkraft in uns einzusetzen. Manchmal erzielt man kleine Erfolge auch schon vorher (Bsp. Ich bestelle mir einen Parkplatz), doch das volle Maß dieser Kraft wird erst nach Auflösung der eigenen Egothemen sichtbar.

Es gibt also keine „schlechten/böse“ Menschen von denen man einfach nur Opfer wird. Wir sind immer zur rechten Zeit am rechten Ort um auch unangenehme Dinge zu erleben, die durch unsere eigene unbewusste Schöpferkraft uns so zu unserem unbewussten Schmerz führt. Und hier liegt auch der springende Punkt: wir sehen dies anhand unserer Emotionen. Du schreibst „hat mich beleidigt“. Diese Emotion entsteht in dir und hat eben mit den oben beschriebenen unterbewusst abgespeicherten Mustern zu tun.

Wenn dir also „zufällig“ (ich nenne es lieber Synchronizitäten) jemand die Vorfahrt nimmt würde ich ganz genau dein Gefühl analysieren:

-Sie ging über mich hinweg
-Sie hat mich ignoriert
-Sie hat mir meinen Platz genommen
-Sie hat mich nicht beachtet
-Sie hat mich respektlos behandelt
-Sie hat mich beleidigt

Oder so….

Danach schaue, woher kennst du diese Gefühle aus deinem Leben (dies kann manchmal schwierig sein, und man muss das Unterbewusstsein bitten, dir dies in Form von Bildern z.B. in der nächsten Woche zu zeigen) und wo ist es zum ersten Mal aufgetreten.

Auf einmal stellt man fest, z.B. Ja, mein Vater hat mich oft herumgeschubst, tu dies tu das. Oder, in der Schule wurde über mich gelästert etc.

In jedem Fall ist es aber so, dass durch dieses Timing der Ereignisse dir ein „Lehrer“ geschickt wurde, der dich so zum in dir abgespeicherten Gefühl geführt hat. Diese gilt es zu erkennen und aufzulösen.

Deswegen geschieht eben nichts aus Zufall und es fallen einem im Leben immer genau jene Menschen zu, die einem am besten auf die unterbewussten Lernthemen aufmerksam machen.

Fatal ist, wenn ich dies alles ignoriere und eben über das Folgende argumentiere:

„Ja, es gibt so viele böse Menschen und ich muss mich vor diesen schützen“

Dies ignoriert nämlich den eigenen inneren Aspekt dazu völlig und geht in die falsche Richtung, denn schützen muss ich mich ausschließlich vor Dingen, vor denen ich Angst habe. Angst ist wiederum ein unterbewusstes Thema welches aufgelöst gehört, da es sich sonst umso stärker als verdrängte Eigenschaft manifestiert.

Dies ist auch der Grund, dass wenn man stetig an diesen unterbewussten Eigenschaften arbeitet man diese Resonanzgefühle vollkommen los wird… und dann ist da dieses „Neutralitätsgefühl“ gepaart mit Freude. Schutz ist dann vollkommen unnotwendig, dies schließt dann auch Fremdenergien also die reine energetische Ebene ein.
Frei nach:
„ob ich dann wanderte im dunklen Tal fürchte ich kein Unglück den du bist bei mir“.

Noch ein Beispiel aus meinem eigenen Leben:

Vor Jahren habe ich meine Frau in St. Veit in einer Einbahnstrasse abgeholt. Es waren keine Parkplätze frei und ich blieb am Rand im Parkverbot vor einem Kelag Transformator stehen (keine Behinderung des Verkehrs). Ich wartete im Auto 5 Minuten auf Sabine, da kommt eine dort wohnende Frau zu meinem Auto und (an Mangelung eines besseren Wortes) „scheißt“ mich zusammen. Sie war derart aggressiv – mir blieb jedes Wort im Halse stecken. Wie kam ich dazu, mir das anhören zu müssen? Die Frau ging dann wieder, da war Sabine schon da. Am Weg nach Hause bzw. den ganzen Nachmittag war ich nur wütend. Was ich damals nicht wusste war, ich war nicht wütend auf die Frau, sondern auf mich selbst, dass ich keine Grenze gezogen hatte „Halt, stopp, bis hierhin und nicht weiter“. Mein Thema war, von Kindheit an konnte ich niemals Grenzen ziehen, ich hatte ANGST vor Konflikten. Ich arbeite also an dem Thema und irgendwann musste ich wieder in diese Straße fahren. Ich freute mich und bat darum, die Frau solle ruhig kommen, denn ich würde ihr klipp und klar sagen, sie solle nicht so mit mir umgehen. Tatsächlich war wieder keine Möglichkeit zu halten, also wartete ich wieder bei dem Transformator. Ja, da kam Sie diese Frau. Ich freute mich, jetzt war es so weit. Sie war noch so ca. 10 Meter vom Auto weg, da bleibt Sie stehen, dreht sich um und ging. Da war ich endlich bereit für eine Konfrontation und sie geschah nicht mehr…. Von dem Tag an hatte ich keine Angst vor Konfrontationen mehr.

Du siehst also, es geht in jeder Situation immer nur darum zu erkennen „was hat es mit mir zu tun?“. Wenn ich diese Einstellung fest verankere kann ich sehr viel über mich selber lernen.

Ich hoffe ich habe dir die Frage beantworten können und freue mich, wenn ich irgendwie helfen kann.

Von Herzen alles Liebe,

Matthias
__________________
Matthias A. Exl, MBA
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  #4 (permalink)  
Alt 16.06.2008, 08:47
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Liebe Renate, ich danke Dir ganz lieb für Deinen Hinweis, jetzt ist mir ein Licht aufgegangen Leibe Grüße Jamila
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  #5 (permalink)  
Alt 16.06.2008, 11:25
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hallo matthias,
Zitat:

Hier liegt nämlich einer der großen Stolpersteine über welche viele fallen. Sehr gerne wird dann als Antwort das Thema "Du musst dich schützen" aufgegriffen, welches aber fehl am Platz ist.
vielen dank...sehe das genauso und dieses *musst dich schützen* hängt mir so dermassen zum hals raus :-)
frage mich seit einiger zeit warum ich oft schon bissig darauf reagiere...komme da aber noch nicht weiter...


Zitat:
In jedem Fall ist es aber so, dass durch dieses Timing der Ereignisse dir ein „Lehrer“ geschickt wurde, der dich so zum in dir abgespeicherten Gefühl geführt hat. Diese gilt es zu erkennen und aufzulösen.
kannst du evtl. zu dem *auflösen* nochmal ein paar sätze schreiben? bitte einfach so ...spontan...mein hürrnn* rattert nämlich hier schon wieder und der verstand quäkt *...wie soll das gehn...wie funktioniert das...
dabei fühle ich , das es nicht so schwer sein kann...wurde mir auch im real life erst wieder gesagt...

Zitat:
Deswegen geschieht eben nichts aus Zufall und es fallen einem im Leben immer genau jene Menschen zu, die einem am besten auf die unterbewussten Lernthemen aufmerksam machen.

Fatal ist, wenn ich dies alles ignoriere und eben über das Folgende argumentiere:

„Ja, es gibt so viele böse Menschen und ich muss mich vor diesen schützen“

Dies ignoriert nämlich den eigenen inneren Aspekt dazu völlig und geht in die falsche Richtung, denn schützen muss ich mich ausschließlich vor Dingen, vor denen ich Angst habe. Angst ist wiederum ein unterbewusstes Thema welches aufgelöst gehört, da es sich sonst umso stärker als verdrängte Eigenschaft manifestiert.

Dies ist auch der Grund, dass wenn man stetig an diesen unterbewussten Eigenschaften arbeitet man diese Resonanzgefühle vollkommen los wird… und dann ist da dieses „Neutralitätsgefühl“ gepaart mit Freude. Schutz ist dann vollkommen unnotwendig, dies schließt dann auch Fremdenergien also die reine energetische Ebene ein.
Frei nach:
„ob ich dann wanderte im dunklen Tal fürchte ich kein Unglück den du bist bei mir“.
superklasse geschrieben...vielen dank dafür.

aktuelles bsp aus meinem leben: habe kürzlich zwei menschen kennengelernt, die ich wirklich sehr liebe. in ihrer gegenwart wurde alles leicht und es funktionierten plötzlich dinge von denen ich vorher nur geträumt habe.

dann holte (meine) angst mich ein und ich konnte (und kann) nur noch patzig,frech und herausfordend mit diesen menschen komunizieren.
natürlich entstand unverständniss und nun heult mein ego hier rum...keiner versteht mich...niemand befasst sich ernsthaft mit hochsensibilität und hellfühligkeit...alles ganz fürchterlich...jammer...

wenn ich da drin stecke, dann fühlt sich das total echt an und mein hirnsalat wird immer größer...gottseidank neige ich nur selten zu so spontanen beendungsmanövern oder großen öffentlichen szenen
aber nun habe ich mein mimosentum* auch irgendwie satt...

die beiden sind energetisch sehr stark und ich konnte ihnen bis jetzt nicht klar machen, das ich das auf dauer nicht aushalte...mehr pausen und ruhe für mich brauche...das ist wohl das grundproblem ...habe mich immer wieder selbst überfordert...gefällt meinem ego auch nicht wirklich, das ich empindsamer bin als viele andere.
und meine fühlerrei ist auch nun extrem angestiegen...habe oft den eindruck das ich mich immer im kreis drehe...


Zitat:
es geht in jeder Situation immer nur darum zu erkennen „was hat es mit mir zu tun?“. Wenn ich diese Einstellung fest verankere kann ich sehr viel über mich selber lernen.
hihi...den satz habe ich sehr ähnlich ausgesprochen und wurde fast gefressen dafür :-)

vielen dank nochmal. falls dir noch etwas auffällt zu meinem geschreibsel ...bitte zeig mir *denkfehler*.

hab übrigens heute morgen zufällig* mal wieder hier vorbeigeschaut

liebe grüsse
daya
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  #6 (permalink)  
Alt 16.06.2008, 12:09
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Liebe Daya,

vielen Dank für deine ehrlichen Zeilen. Es gehört schon viel dazu, ehrlich zu sich hinzusehen und sich kritisch zu hinterfragen. Es ist wahrlich der steinigere Weg. Niemand reagiert nach "oh Danke, dass du mich auf mein Egothema aufmerksam gemacht hast". Im Unbewussten geschieht ja immer zuerst die Abwehr, dann sickert es langsam ein und es kommt unter Umständen zum Willen, sich selbst zu ändern. Alleine wie du schreibst, tust du es ja und da kann man sich nur ganz tief vor dir verbeugen. Ich verbeuge mich.

Zu diesem hier:

Zitat:
es geht in jeder Situation immer nur darum zu erkennen „was hat es mit mir zu tun?“. Wenn ich diese Einstellung fest verankere kann ich sehr viel über mich selber lernen.
hihi...den satz habe ich sehr ähnlich ausgesprochen und wurde fast gefressen dafür :-)

Man wird sehr oft für solche Aussagen gefressen. Die Menschen reagieren heftig, da man ja eben "die Rute ins Haus gestellt" bekommen hat und man mit dem Thema "mit mir ja überhaupt nichts zu tun" konfrontiert wird. Da kommt es zuerst zur Verteidigung: Dies wird dann oft laut und trompetend verkündet, nur mit dem Ziel den anderen dazu zu bekommen ruhig zu sein. Die zweite Taktik des Unterbewusstsein ist die Verleugnung des Satzes, ich suche also die Lösung immer nur im anderen, frei nach: wenn mein Gegenüber anders wäre, ginge es mir besser. Und deswegen hat es nichts mit mir zu tun. Die dritte Taktik des Unterbewusstsein geht schon leicht in das Spirituelle: der Andere hat halt "so negative Energien" und ich schütze mich davor nur, mit mir hat das aber nichts zu tun.

Alles ist Gott, jedes Gegenüber. Auch der, der sehr "negativ" zu sein scheint. Natürlich gibt es tatsächlich Menschen, aus deren Aurabereich ich mich auch lieber fernhalte. Doch die Frage ist, lösen diese in mir Resonanz aus oder nicht. Wenn ich neutral zu diesen Menschen stehe ist alles in Ordnung, wenn nicht und ich noch mitschwinge, lösen Sie offensichtlich noch Resonanz aus, die in mir den Ursprung hat. Und hier muss ich dann an mir arbeiten.

Wenn ich also meine unterbewussten Themen aufarbeite, dann kehre ich zum neutralen Ursprung zurück, und ich kann jedem helfen, der es wünscht. Ich schütze mich also nicht vor "dem Bösen" sondern kann mit einem neutralen Gefühl liebevoll mein Herz öffnen und ihm bei der Verwandlung helfen (sofern er es wünscht).

Ich selber war so lange in der "Schutz" Thematik gefangen und habe so ziemlich alles praktiziert was man tun kann. Bis ich auf die Ursache für meine unbewusste Angst gestoßen bin und Schutz ist damit un notwendig geworden. Es ist alles also zum richtigen Zeitpunkt das Richtige. Schutz wenn man Schutz braucht (weil man ihn noch braucht), kein Schutz, wenn man das Thema aufgelöst hat und es geht einfach einiges leichter.

Wie löse ich auf? Wir verwenden sehr gerne Affirmationszeilen, Indigo hat schon einige sehr schöne Postings dazu geschrieben. In meinem neuen Buch "Befreie dich selbst" sind 48 mögliche Charaktereigenschaften mit den Auflöse Sätzen beschrieben. Wir wiederholen diese Sätze einmal in der Früh und einmal am Abend. Oder wir arbeiten über die Hypnose um gewisse Sätze im Unterbewusstsein zu verankern. Die Affirmation ist aber sicherlich der schönste Weg.

Ich umarme dich und danke dir für deine Ehrlichkeit,

von Herzen alles Liebe,

Matthias
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  #7 (permalink)  
Alt 16.06.2008, 15:58
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Zitat:
Zitat von herzenssache_m Beitrag anzeigen
Alles ist Gott, jedes Gegenüber. Auch der, der sehr "negativ" zu sein scheint. Natürlich gibt es tatsächlich Menschen, aus deren Aurabereich ich mich auch lieber fernhalte. Doch die Frage ist, lösen diese in mir Resonanz aus oder nicht. Wenn ich neutral zu diesen Menschen stehe ist alles in Ordnung, wenn nicht und ich noch mitschwinge, lösen Sie offensichtlich noch Resonanz aus, die in mir den Ursprung hat. Und hier muss ich dann an mir arbeiten.

Liebe Daya, lieber Matthias,
ich habe eure Diskussion mit Interesse verfolgt.
Daya, ein großes Kompliment an dich, dass du so offen fürs "Lernen" bist!
Das erfordert bereits eine gewisse Reife der Seele!

Zu Matthias' Zitat oben "Natürlich gibt es tatsächlich Menschen, aus deren Aurabereich ich mich lieber fernhalte..." habe ich eine Frage:

Wenn ich eine Sache geklärt habe, weil etwas vorgefallen ist, das mir und meinem Mann gegenüber "ungerecht" war - indem ich diesen Menschen meine Meinung dazu mitgeteilt habe und ihnen auch gesagt habe, dass ich dieses Verhalten nicht gutheiße und es ungerechtfertigt ist - diese Menschen das aber nicht akzeptieren können, ist es dann in Ordnung, wenn ich mich von ihnen fern halte?
Ich grüße sie und spreche auch neutral mit ihnen (belangloser small-talk), wenn wir uns zufällig treffen, aber ich pflege keinen engen Kontakt mehr.
Es hat nichts mit "beleidigt sein" zu tun. Ich akzeptiere auch ihre Meinung dazu. Das heißt nicht, dass ich sie gerechtfertigt finde. Einfach nur Akzeptanz. Aber nachdem es eine Grenzüberschreitung gegeben hat, bin ich nicht mehr bereit, weiterhin so zu tun als ob nie etwas vorgefallen wäre.
Ich muss mir allerdings von meinen Eltern des öfteren den Vorwurf gefallen lassen, diesen anderen Familienmitgliedern nicht verzeihen zu können.

Ich sehe es jedoch nicht als "nicht verzeihen können", sondern als gesetzte Grenze an. Diese wurde vor Jahren überschritten und ich habe es auch damals gleich direkt an der entsprechenden Stelle deponiert - nicht hinten herum und auch nicht über Umwege und auch sofort. Es gab allerdings für meine/unsere Sicht der Dinge keine Akzeptanz von der anderen Seite. Mit meiner Konsequenz, dass ich keinen Kontakt pflege, möchte ich nur klarstellen, dass ich nicht bereit bin, so etwas mit mir machen zu lassen.

Soll ich nun "Licht und Liebe" vorspielen und zu gut deutsch A.... kriechen, nur um zu zeigen, dass ich ja soooo ein guter Mensch bin und jedes Verhalten "verzeihen" kann?
Ich glaube nicht. Ich würde mich damit ja eher "prosituieren", weil ich ja was anderes denken als tun würde. Und es wäre meiner Meinung nach auch falsch, im Sinne von hinterhältig.

Es ist allerdings ganz schwierig, für unser Verhalten in der eigenen Familie Akzeptanz zu erhalten.
Doch ist uns unsere konsequente Haltung mehr wert als ein falsches Spiel und gute Mine zum bösen Spiel.

Darf ich bitte auch eure Meinung dazu hören???
Ich vertrage auch Kritik...

Danke im Voraus.
HERZlichst
Gabi
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  #8 (permalink)  
Alt 16.06.2008, 17:44
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hallo gabi.
also,ich mache auch keine gute miene zum bösen spiel.ich verbiege mich nicht ,und ich tu nicht schön,weil das nicht meine art ist.für mich ist es ehrlicher,wenn ich gehasst werde,weil ich so bin ,wie ich bin.
es wäre unehrlich,wenn ich geliebt würde,weil ich so bin ,wie es andere gern hätten.
ich bleibe meiner seele treu.
__________________
liebe grüsse.morgaine
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  #9 (permalink)  
Alt 16.06.2008, 18:45
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Lieber Matthias,

hab ganz herzlichen Dank für Deinen Beitrag...es sind inzwischen soviele eingegangen, ich komme gar nicht nach deshalb der Reihe nach, so wie ich Zeitfinde *lach*

Ich möchte Dich beinahe umarmen, weil Du mir so ein *Klickerlebnis* verschafft hast. Ich nennen *Klickerlebnisse* jene, die in der Magengegend ein "jepp so ist es, kann es sein"-Gefühl auslösen.

Ich hatte bei Deinen Zeilen also einige Satories, wo ich noch weiterhin am nachdenken bin

Nach dem PRinzip der Resonanz gebe ich Dir auch völlig recht und mir fiel auf, dass das "versetzt worden sein von dem Bekannten" vermutlich doch etwas ausgelöst hat - zumindest, wie es Renate beschrieb - ich "offen war, die Aggression der Autofahrerin aufzunehmen". Diese klinkte sich dann in "alte Konsepte" ein, die mir zwar immerhin schon bekannt sind, aber noch vollständig aufgelöst, sodass ich noch immer daran "erinnert" werden muss, um sie gänzlich aufzulösen (ich hoffe es gelingt mir noch).

Das mit den "keine bösen Menschen" ist noch ein offener Punkt oder sagen wir ein möglicher wunder Punkt in meinem Betrachten der Welt:
Ich frage mal an der Stelle nach: Was ist mit Kindern, die erst überhaupt "Schattenerlebnisse" sammeln und von sich aus "reine Gedanken haben". Wenn man nun den Fall Amstetten nimmt, diese Kinder, hatten sie je negative Gedanken oder waren sie involviert in ein Schatten eines Menschen, der von selbigem total überflutet wurde, bis er den Schatten für die Realität hielt?
Da sträuben sich bei mir - sorry - immer die Haare zu Berge, wenn ich "annehmen lernen soll", das unschuldige Kinder "schlechte Energien" in sich tragen und dann eben damit konfrontiert werden. Hm..da hänge ich wirklich noch fest.

Ich glaube aber, dass alle Menschen mehr oder minder grosse Schatten und Schmerz in sich tragen und wenn sie dann nach dem Gesetz der Resonanz auf etwas Gleichwertiges stoßen, dann klingt der alte Schatten wieder an...oder wie der Volksmund sagt: fällt auf fruchtbaren Boden.

falls es Dir nicht allzuviel Mühe macht, wäre ich Dir dankbar, wenn Du mir hier nochmal Untersützung angedeihen lassen könntest.

Aber ich bin Dir unendlich dankbar, weil ich jetzt etwas "knackiges" verstanden habe

Herzensgruss
Jamila
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  #10 (permalink)  
Alt 17.06.2008, 09:58
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Standard Karma

Liebe Jamila,
ja, ich verstehe deine Gefühle zum Thema "Amstetten" sehr gut. Es gab auch schon eine Diskussion darüber hier im Forum: Abgebrüht oder ......?

Zum Thema "unschuldige Kinder" gibt es aber auch noch eine andere Betrachtungsweise: Jene des Karmas....
Stephan Stepski-Doliwa erzählt in seinen Büchern "Sai Baba spricht" viele dieser Karma-Geschichten, wie sie Baba schildert, vor allem im Band 3 "Welt und Gott".
Auch in Phyllis Krystals "Ziel aller Reisen" erfährt man viel darüber, wie Karma abgetragen wird.

Sabine hat einmal in einem Kurs oder Treff eine sehr aussagekräftige und verständliche Geschichte vorgelesen über eine Mutter mit ihrem behinderten Kind bzw. den Richter und seinen Henker ....
Vielleicht findet sie sie ja irgendwo, um sie hier zu posten. Ich finde diese Geschichte wirklich sehr gut, um die Umstände nicht nur mit dem Verstand, sondern auch mit dem Herzen verstehen zu können.

HERZlichst
Gabi
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  #11 (permalink)  
Alt 17.06.2008, 10:28
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Hallo Ihr Lieben,

ich Danke euch für eure wunderbaren Postings und Gedanken dazu.

Ich werde versuchen zu allem was gefragt wurde etwas zu schreiben:

Zitat:
Zitat von gabi_m Beitrag anzeigen
Wenn ich eine Sache geklärt habe, weil etwas vorgefallen ist, das mir und meinem Mann gegenüber "ungerecht" war - indem ich diesen Menschen meine Meinung dazu mitgeteilt habe und ihnen auch gesagt habe, dass ich dieses Verhalten nicht gutheiße und es ungerechtfertigt ist - diese Menschen das aber nicht akzeptieren können, ist es dann in Ordnung, wenn ich mich von ihnen fern halte?
Ja, absolut. Ich nehme mir wieder Baba als Vorbild. Baba hat in einem Zitat ganz klar formuliert, dass es immer wieder Menschen gibt, die in Ihrem Lernprozess am Anfang stehen, dadurch Dinge tun, die problematisch wirken. Wenn diese Person keinen Willen zur Veränderung zeigt, oder Hilfe annehmen will, dann ist dies der freie Wille und zu respektieren. Was wir aber nicht tun müssen ist uns den Taten aussetzen. Hier können wir eine klare Linie ziehen und auch sehr vehement "Nein" sagen. Danach sollen wir sogar den Abstand wahren, bis der Moment gekommen ist, wo jemand ehrliche Hilfe annehmen kann und will und Veränderung somit tatsächlich möglich ist.

So halte ich es auch in meinem Leben und es hat sich als ein wunderbarer Weg herausgestellt. Prostituiert Euch also niemals, denn Ihr würdet Gott in Euch in diesem Moment verleugnen. Nehmt Christus als Vorbild, als er die Spieler aus dem Tempel vertrieb: dies tat er nicht in der Art "in Licht und Liebe bitte ich euch damit aufzuhören und wenn nicht ist es mir auch recht", sondern er hat die Tische und Stühle umgeworfen und wahrlich "nein" gesagt....

Zitat:
Zitat von morgaine Beitrag anzeigen
hallo gabi.
also,ich mache auch keine gute miene zum bösen spiel.ich verbiege mich nicht ,und ich tu nicht schön,weil das nicht meine art ist.für mich ist es ehrlicher,wenn ich gehasst werde,weil ich so bin ,wie ich bin.
es wäre unehrlich,wenn ich geliebt würde,weil ich so bin ,wie es andere gern hätten.
ich bleibe meiner seele treu.
Ganz genau, Morgaine hat den Punkt getroffen. Manchmal muss man auch unpopuläre Entscheidungen treffen, wenn diese der Wahrhaftigkeit dienen. Bleibt euch selbst treu.

Zitat:
Zitat von jamila Beitrag anzeigen
Was ist mit Kindern, die erst überhaupt "Schattenerlebnisse" sammeln und von sich aus "reine Gedanken haben". Wenn man nun den Fall Amstetten nimmt, diese Kinder, hatten sie je negative Gedanken oder waren sie involviert in ein Schatten eines Menschen, der von selbigem total überflutet wurde, bis er den Schatten für die Realität hielt?
Wie wahr, dies ist genau der Punkt wo wir Menschen am meisten hadern. Doch Gabi hat in Ihrer Antwort schon die Antworten gegeben... Karma ist sehr real und ich durfte nicht nur meine eigene Vergangenheit sondern die anderer Menschen sehen. Da uns aber im Leben die Erkenntnis der Zusammenhänge (normalerweise) fehlt, sieht dies "ungerecht" aus. Doch dies ist es niemals wenn man den Kontext kennt. Habe ich keine Möglichkeit diesen zu erkennen bleibt mir also nur eines - Gott und Urvertrauen - Gott wird mir das perfekte Umfeld schaffen in welchem ich meine Lernaufgabe erledigen kann. Die Frage, die sich also wirklich stellt ist, kann ich dies annehmen oder "misstraue ich Gott" und sehe es also "ungerecht" an. Und hiermit sieht man das involvierte Lernthema bei Extremsituationen. Hadere ich mit meinem Schicksal oder vertraue ich. Wenn ich mich für das Vertrauen entscheide, wendet sich das Blatt sehr oft und erst sehr viel später erkennt man, was die Lernkurve in der schlimmen Situation war und warum es mir geschehen ist.
Liebe Jamila, es war so schön deine Antwort zu lesen, denn nur ein weiser Geist kann so reagieren. Ich bin wirklich dankbar dich hier im Forum als weiteres Licht zu haben.

von Herzen alles Liebe,

Matthias
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  #12 (permalink)  
Alt 17.06.2008, 10:52
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Selma befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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Lieber Matthias,
Danke für deine ausführliche Antwort auf Jamilas Frage.

Viele solcher Lernaufgaben ergeben sich allerdings oft auf einer "Beziehungsbaustelle", wo emotionale Verletzungen und Schmerzen es sehr erschweren die nötige Distanz zu bekommen um es integrieren zu können, dass da der Partner, der verletzt, eigentlich ich selbst bin, die mich verletzt.

Mit vielen Grüssen auch an alle Mitleser und -schreiber zu diesem Thema,
b.engel
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  #13 (permalink)  
Alt 17.06.2008, 11:04
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Zitat:
Zitat von Barbara Engel Beitrag anzeigen
wo emotionale Verletzungen und Schmerzen es sehr erschweren die nötige Distanz zu bekommen um es integrieren zu können, dass da der Partner, der verletzt, eigentlich ich selbst bin, die mich verletzt.
Wie wahr... Die einzige Technik, die mir hier selbst geholfen hat ist die Arbeit über die Affirmationszeilen. Ich erlaube mir dadurch nicht in Selbstmitleid zu zerfließen und mich so selbst zu lähmen. Ich wiederhole in diesem Fall meine Zeile und die Emotion verändert sich innerhalb von Stunden. Baba sagt zu dieser Situation: hier hilft nur die spirituelle Disziplin um sich aus der Emotion herauszubewegen.

Dies ist wahrlich eine der schwierigsten Aufgaben, es gelingt mir selbst nicht immer. Gerade wenn man eine sehr starke Emotion erlebt, will man unbewusst "fast gerne" in dieser bleiben. Bei mir ist dann am Anfang fast die Abwehr dagegen da. Ein einfaches Beispiel ist bei der Fastenwanderung: Müde, Ruhe haben wollen, grantig... Nun sage ich die Affirmation "ich bin leicht, zufrieden und empfänglich" ... Ich mag den Satz dann überhaupt nicht. Ich will ja "Ruhe haben"... Trotzdem sage ich die Affirmation. Schon nach 15 Minuten ist dann das neue Gefühl da: "Ich bin leicht, ruhig und höre auch gerne wieder zu"....
Ich kann diese Technik in solch schwierigen Situation also nur empfehlen.

von Herzen alles Liebe,

Matthias
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Matthias A. Exl, MBA
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Geändert von Matthias A. Exl (17.06.2008 um 11:28 Uhr). Grund: Nachsatz
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Alt 17.06.2008, 18:02
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Blinzeln die gewünschte Geschichte.....

Liebe Jamila, liebe Gabi (die du mich darum gebeten hast) und all ihr anderen lieben Menschen hier!
Ich hab euch die von gabi weiter oben erwähnte Geschichte abgeschrieben, die ein wenig die Bedeutung von Karma erklärt. Sie ist aus dem Buch "Ziel aller Reisen" von Phyllis Krystal, Seite 217-218:

…..Er ging mir voraus zu den Darshanreihen in Puttaparthi, machte einen weiten Bogen um die Männer und begann dann auf der Frauenseite hin und her zu gehen. Er schaute mehrmals zurück, um sich zu vergewissern, dass ich ihm folgte und winkte mich mit einer Handbewegung näher heran. Schließlich blieb er vor einer Inderin stehen, in deren Schoß sich ein etwa zehnjähriger grotesk aussehender Bub räkelte. Sein Kopf schlenkerte unkontrolliert von einer Seite zur anderen, seine Beine standen steif vom Körper ab, und seine Arme fuchtelten wild über dem Kopf herum. Solche Kinder, die die Eltern in der verzweifelten Hoffnung zu ihm bringen, eine Berührung von Babas Hand oder sein bloßer Anblick oder am allerbesten ein für sie materialisiertes Vibhuti könne eine Heilung bewirken, hatte ich öfters gesehen. Diese Frau war keine Ausnahme. Man sah ihr an, dass sie voller Hoffnung war. Sowie Baba vor ihr stehen blieb, leuchtete ihr Gesicht auf. Aus ihren großen, flehenden, dunklen Augen strömten Tränen, und ihr ganzer Körper war eine einzige verzweifelte Bitte um Hilfe. Baba drehte sich um und fragte mich, ob ich möchte, dass er dieses Kind heile. Ich sagte von herzen: „ Oh ja, natürlich, Baba!“ Aber er drehte sich wieder um und winkte mir, ihm weiter zu folgen. Er ging schnell, und es war irgendwie, als ob wir uns durch die Luft und mit unbeschreiblicher Geschwindigkeit mühelos fortbewegten, bis wir an einen seltsamen Ort kamen. Es kam mir vor, als seien wir in eine frühere zeit zurückversetzt worden. Wir gingen eilig weiter, bis wir zu einem Schauplatz kamen, wo anscheinend zwei Männer über verschiedene Angeklagte, die ihnen vorgeführt wurden, Recht sprachen. Einer der Männer war offenbar der Richter und der andere der Gerichtsschreiber. Mit sichtlichem Genuss schrieb dieser etwas auf die Tafel. Ich vermutete, es waren die Strafen, die über die Angeklagten verhängt wurden. Den entsetzten Reaktionen der Schuldiggesprochenen konnte ich entnehmen, dass die Strafen – gemessen an ihren Übertretungen – viel zu schwer ausgefallen waren. Baba wandte sich zu mir um, um sicherzugehen, dass ich die Bedeutung dieser Szene verstand: Die beiden Männer hatten sich wieder inkarniert, und der harte Richter war nun in den bizarren, hilflosen Körper des Kindes eingesperrt und der Obhut seines ehemaligen Schreibers anvertraut, der nun seine Mutter war. Sie hatte nun die Chance, in der Sorge um ihr behindertes Kind das Mitleid zu lernen, das ihr damals gefehlt hatte.
Baba sah, dass ich verstanden hatte und setzte seinen Weg – immer mit mir im Schlepptau – fort, bis wir auf dem Darshanplatz vor der Mutter und ihrem Kind standen. Er sah mich mit merkwürdigem Gesichtsausdruck an und fragte: „Möchtest du immer noch, dass ich ihn heile?“ Meine Augen füllten sich mit Tränen, mehr wegen seiner unendlichen Weisheit, als wegen der Notlage dieser beiden Menschen. Ich schüttelte traurig den Kopf und sagte: „Nein, Baba, nicht jetzt.“ Er nickte und lächelte zustimmend, weil ich verstanden hatte, dass nicht einmal er sich einmischen wird, wenn vergangenes Karma abgearbeitet werden muss. Wenn er es täte, würde er den Menschen die Möglichkeit nehmen, aus ihren früheren Fehlern zu lernen, indem sie es in diesem Leben durch Leid ausgleichen.

Und warum eine Seele, also auch wir uns ganz bewusst dieses Leid wählen, das könnt ihr ja mal Matthias fragen, der hatte zum Thema "die Seele will im nächsten Leben das Unrecht gutmachen" eine eigene Erfahrung/Vision/Traum, wie immer man das nennen mag.
Liebe Grüsse an euch alle,
Sabine
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Sabine Exl
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  #15 (permalink)  
Alt 17.06.2008, 18:54
Suchend
 
Registriert seit: 14.06.2008
Beiträge: 68
jamila befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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An Alle,

ich danke Euch von Herzen für die vielen Antworten, die mich alle sehr bereichern und die ich nicht erwartet habe...wie auch für die eindrucksvolle Geschichte.

Als Christin glaube ich leider nicht an eine Reinkarnation, auch wenn ich verstehe, was damit gemeint ist

Ich hoffe, ich kann trotzdem weiter mit Euch schreiben.

Ich glaube aber, dass wir aus unseren Fehlern lernen dürfen und sollten, wenn wir uns selbst er-lösen wollen, um das weiterzugeben, was wir in Gottes Augen zu geben haben LIEBE.

Liebe Grüße
Jamila
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