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Ihr Lieben,
das nachfolgende Thema war die letzte Woche schon so da, doch habe ich es zeitlich nicht geschafft es nieder zu schreiben. Hier ist es nun: Das Sein des Mensch durchläuft Entwicklungszyklen. Wenn man dann kommuniziert, spricht man von dem Punkt, an dem man gerade steht. Und versucht sehr oft, dem Anderen von diesem Punkt zu überzeugen, um manchmal aus Liebe den Weg des Anderen zu verkürzen, und auch um aus Ego Gefühlen heraus das Gegenüber zu manipulieren. Doch dabei ist der Weg wahrlich das Ziel, und es ist auch wichtig, jeden an seinem Punkt auch sein zu lassen. Ein einfaches Beispiel. - Aus einem brav funktionierenden Erdenbürger wird ein - Suchender: Gerne sieht man sich hier schon am Ziel angekommen und „spricht“ von Licht und Liebe und alles sei Gott. Der krampfhafte Versuch des Egos, die vorher nötige Arbeit des wahrhaftig Suchenden zu überspringen. Wahrhaftig angekommen sind aber nur wenige: enttarnt wird man sehr schnell, wenn Gesagtes nicht wahrhaftig ist, sondern aus dem Mund des Egos entstammt. Irgendwann findet man aber den Weg zurück, erkennt, dass man doch mehr an sich zu arbeiten hat und begibt sich auf den Weg des - wahrhaftig Suchender. Dieser Suchende wird zwangsläufig irgendwann an die Auseinandersetzung mit dem eigenen Ich stoßen. Sei es mittels der Arbeit der Zwillingseigenschaften - also dem Erkennen der eigenen Themen - und deren Auflösung oder auf andere der zahlreichen Wege. Dies ist auch die Zeit, wo Grenzen wichtig sind. Baba beschreibt dies mit der Zeit, an welchen man sich die schönen Tugenden (Wahrhaftigkeit, Gewaltlosigkeit, Demut, Hingabe etc.) aneignet um die Tugenden des Egos (Egoismus, Manipulation, Überheblichkeit etc. )loszuwerden und einen klaren Blick auf das Wahre zu bekommen. Dies erfordert das eigene Ego zu erkennen und dann aufzulösen um die gefärbte Brille loszuwerden. Wenn man diesen Weg geht wird man was manche den - spirituellen Aspiranten nennen. Der Suchende hat an sich gearbeitet und fängt an, auch die vorher benutzen Tugenden (Wahrhaftigkeit, Gewaltlosigkeit, Demut, Hingabe etc.) wieder loszulassen. Er wird Grenzen wieder auflösen und die Liebe voll und ganz leben. Ich habe nun nur vier der vielen Schritte beschrieben. Doch man sieht nun, dass Stellungnahmen in jeder dieser Phasen nicht unbedingt für die anderen gelten müssen. Nehmen wir das Beispiel das Thema der Grenze setzen: Wenn jemand noch im Materialismus oder der Phase des Suchenden wie ein Kind verhaftet ist, wird er die Grenzen weder annehmen noch verstehen können. Ist er aber in der Phase des Suchenden, sind Grenzen erforderlich um das eigene Ego zu erkennen und aufzulösen. Als Aspirant löse ich mich danach wieder davon. Wenn nun ein Mensch von „seinen“ Lebensregeln spricht, stellt sich immer die Frage, hat er dieses einfache Prinzip erkannt? Wenn ja, dann wird er einfühlsam die Fehler des anderen nicht sehen, sondern nur die eigenen. Er wird schweigen können und auch den anderen Fehler machen lassen können. Er wird in der Lage sein, ruhig zu bleiben und auch dem Gegenüber das Recht lassen einfach so zu sein. Wenn nicht, kommt es zu einem Konflikt der Standpunkte - "Mein" Weg ist richtig... Die tägliche Ursache von Konflikten und Kriegen. Wenn man wirklich weiter wächst, ist es eben die Kunst die gerade benötigten Hilfsmittel der jeweiligen Phase dem Menschen zu vermitteln, damit er sie auch nehmen kann. Ich spreche also anders mit einem momentan noch rein materialistischen Menschen ohne Interesse an Spiritualität (da er gerade diese Lernkurve machen muss) und versuche auch nicht Ihn zu "korrigieren", da es nichts zu korrigieren gibt. Und wieder anders spreche ich mit jemand der zu suchen beginnt, und wieder anders mit jemand der schon etwas gefunden hat. Heute erst verstehe ich, als eine heilige Frau gefragt wurde, wie "Sie" denn wirklich sei, denn Sie spreche mit jedem der Schüler anders (eben so, dass Sie jeder verstand oder besser noch fühlen konnte) und sie entgegnete nur - ich? Ich bin du. "Mich" gibt es nicht mehr. Dies macht das Verständnis auch im Forum um vieles einfacher. Oft stehen wir an unterschiedlichen Punkten der Entwicklung. Lassen wir uns einfach nur sein, und selbst dies ist schon wieder an sich nicht richtig – warum? Denn auch der Konflikt ist ein notwendiger Schritt auf dem Weg, der nicht übersprungen werden kann und auch nicht sollte. Gott schuf ein perfektes System, welches wir sind. Ich umarme Euch, Matthias
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Matthias A. Exl, MBA Heilerschule Herzenssache http://www.herzenssache.org http://www.befreiung.at Infos zum neuen Buch von Matthias A. Exl "Befreie dich selbst! Über die Kunst wahrhaftig zu leben" signiert bestellen (bei Herzenssache). "Befreie dich selbst! Über die Kunst wahrhaftig zu leben" versandkostenfrei bestellen (bei Amazon) |
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Lieber Matthias !!
Für mich trifft das teilweise zu, so wie es beschrieben hast. Für mich, war es oder ist es schwierig, zu wissen, auf welcher Höhe des Weges bin ich ? Aber ich glaube, wenn man die anderen "kommentarlos" und nicht belehrend akzeptieren kann, hat man schon einmal einen Teil des Weges geschafft. Dazu habe ich einen schönen Spruch gefunden: In den Momenten, in denen es uns gelingt. zu sein, was wir sind, ohne lang zu fragen, was wir sein sollten, funkelt unser Lebenslicht wie ein heller Stern. HERZlichst Hans |
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Lieber Matthias,
ich denke, deinen Text muss ich noch öfters lesen - damit ich alles VERSTEHE!! Aber ich denke, dass es schwer für mich ist, die Frage: WO BIN ICH - realistisch zu beantworten. Eine gute Freundin, mit der ich mich gedanklich super-gut austauschen kann, hat mir mal folgenden Text gemailt - den ich echt anregend gefunden habe: Der Krieg der Idiotenblumen "Du brauchst dir keine so große Mühe zu geben. Wenn du deinem inneren Selbst vertraust, dann wächst du so, wie eine Blume wächst. Die Blume wächst richtig, und sie gibt sich keine Mühe zu wachsen, und sie sagt sich nicht: 'Ich muß um Himmels Willen bis morgen nacht in der Dämmerung zwei Zentimeter wachsen!' Eine Blume ist, und sie erlaubt sich zu wachsen, und sie ist sich ihres Ist und des Geistes von Allem-Was-Ist in sich sicher. Nun, Gutsein ist so natürlich wie eine Blume, die wächst. Wenn aber eine Blume innehalten würde, wenn die Sonne auf sie schiene, und wenn sie anfinge nachzudenken und zu sagen: 'Warte mal! Sollte ich nach links wachsen, oder sollte ich nach rechts wachsen? Ist es gut, daß die Sonne auf mich scheint, oder ist es zu leicht für mich, im Licht der Sonne zu wachsen, und sollte ich deshalb nicht lieber versuchen, in der Dunkelheit zu wachsen? Sollte ich zwei Zentimeter nach rechts wachsen oder zwei Zentimeter nach links? Ich muß mir Mühe geben zu wachsen! Ich muß ein Ego und einen Intellekt entwickeln, und ich muß versuchen, diese Sonne zu erreichen, die Gott ist, und ich muß hart arbeiten, denn wenn ich mir keine Mühe gebe, werde ich auch nichts erreichen - und ich muß es erreichen. Aber neben unserer intellektuellen, gewissenhaften Blume ist da ein Idiot von einer Blume! Und der Idiot von einer Blume steht da und fühlt die Sonne in ihrem Gesicht und öffnet ihre Blütenblätter und sagt, "Dies ist die Sonne, und sie ist gut in mir; es ist der Geist des Wachstums, und ich werde ihm folgen und ihm Freiheit geben; und es ist mir egal, ob ich nach rechts oder nach links wachse, denn in völligem Vertrauen auf den Geist in mir weiß ich, daß ich richtig wachsen werde.' Und so wächst sie, unsere Idiotenblume, und sie wächst von innen heraus. Und sie ist vollkommen, und sie ist stark, aber neben ihr ist da unsere intellektuelle und spirituelle Blume. Und diese Blume sagt, 'Schon wieder! Drei Uhr nachmittags, die Schatten kommen, und die Schatten sind böse, und diese Sonne wird schwächer, und die Nacht kommt, und die Nacht ist böse; und ich muß mir überlegen, wie ich diese Gegner am besten vernichten kann ... und es ist leicht zu versagen und meine Fähigkeiten nicht zu nutzen und nicht zu wachsen!' Und siehe da, am Morgen geht die Sonne auf, und was finden wir vor? Unsere Idiotenblume in voller Blüte in der Morgensonne, und unsere andere Blume mit einem Blatt so [Seth ließ seine Hand über die Stuhllehne hängen] und einem Blatt so [sein anderer Arm war in die Luft gereckt], und mit gesenktem Kopf, und sie denkt immer noch über die Natur von Gut und Böse nach und traut dem Geist der Lebenskraft, der in ihr ist, immer noch nicht; und deshalb hört sie nicht auf die innere Stimme ... sondern fragt an jedem Punkt und zu jeder Stunde: 'Welchen Weg soll ich bloß einschlagen? Soll ich das Sonnenlicht annehmen oder den Regen? Oder sind das böse Kräfte?' Und sie sagt sich immer wieder, daß es schwer ist zu wachsen und leicht zu sterben. Sie sagt sich immer und immer und immer wieder - jetzt in metaphysischem Sinn - daß es schwer ist, gut zu sein, und leicht, böse zu sein. Und das ist ein Selbstbetrug!" In Liebe Mani |
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Ihr Lieben,
ich danke Euch für eure Zeilen, die es notwendig machen einen kleinen Nachtrag zu schreiben: Es ging im ursprünglichen Posting nicht um die Bewertung über sich selbst: wo stehe ich auf dieser Liste? Dies ist einerseits nicht möglich, andererseits war der Weg nur teilweise beschrieben, da es nicht um die Frage des Weges ging. Ich schrieb "Ich habe nun nur vier der vielen Schritte beschrieben". Es war als Beispiel gedacht für die eigentliche Botschaft: Bewerte nicht andere nach deinen Maßstäben (oder - von deinem Standpunkt aus), da man sich auf unterschiedlichen Wegen oder Entwicklungsstufen bewegen kann. Das Ziel ist die allumfassende Liebe, die gleich gültig für alle gelebt wird. Solange ich am Weg versuche, andere Menschen auf Ihrem Weg zu "korrigieren" oder "hinbiegen" zu wollen ist einfach nur Arbeit an mir selbst notwendig, da ich den tiefen Sinn der Entwicklung an sich noch nicht verstanden habe. Es ist gut, so wie es ist. Es ist gut, Fehler zu machen, zu lernen, zu wachsen. Wieso jemanden die Lernmöglichkeit nehmen wollen? Um wen geht es, mich oder mein Gegenüber? In diesem Kontext stellt sich die Frage dann gar nicht, bzw. der Vergleich ist unwichtig "wo ich stehe" und "wo der andere steht". Genau dadurch entsteht die Trennung und der Konflikt. Doch interessanter Weise entsteht schon beim Lesen bei manchen genau die trennende Frage: "und wo stehe ich jetzt?"... Doch genau diese Frage gilt es loszulassen, da wir eins sind. Und gleichzeitig die Toleranz, Liebe und Hingabe für mein Gegenüber zu entwickeln – ihn sein zu lassen. Ich hoffe etwas mehr Klarheit in das Posting gebracht zu haben, danke Euch nochmals für das Lesen des Postings und umarme euch, Von Herzen alles Liebe, Matthias Ps. Und genau als solches würde ich BEIDE Wege, beider Blumen respektieren...
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Matthias A. Exl, MBA Heilerschule Herzenssache http://www.herzenssache.org http://www.befreiung.at Infos zum neuen Buch von Matthias A. Exl "Befreie dich selbst! Über die Kunst wahrhaftig zu leben" signiert bestellen (bei Herzenssache). "Befreie dich selbst! Über die Kunst wahrhaftig zu leben" versandkostenfrei bestellen (bei Amazon) Geändert von Matthias A. Exl (13.07.2008 um 13:33 Uhr). |
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