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| Heilende Kraft im Tanz Leben ist Bewegung: Tanztherapie, Trancetanz, Bewegungsritual, Meditation in Bewegung mit Astrid Pinter |
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Liebe LeserInnen,
hier also ein Versuch, "meine Art" von Ägyptischem oder Orientalischem Tanz zu verdeutlichen. Als ich begonnen hatte, mich mit Orientalischem Tanz zu beschäftigen (ich glaube, das war 1989 oder 1990....) war ich völlig fasziniert von diesem neuen Horizont, der sich für mich auftat. Eine ganz neue Art von Bewegung, fremde Musik, Tanz in der Frauengruppe. Nach einiger Zeit merkte ich auch noch, das das alles meinem Körper und meinem Gemüt sehr gut tat. Damals war "Bauchtanz" oder Orientalischer Tanz noch etwas eher Seltenes in Österreich und war - zumindest in meiner Umgebung - vor allem von Frauen entdeckt worden, die sich und ihre Einstellung zu Weiblichkeit hinterfragten. Für uns war das Spass und Therapie - und wir dachten gar nicht daran, damit aufzutreten. Einige Jahre später gab es sowas wie einen "Bauchtanzboom" - an jeder Ecke wurde plötzlich Bauchtanz unterrichtet, in türkischen Lokalen traten Bauchtänzerinnen auf - und das übliche "Bauchtanzkostüm" schien irgendwie langsam Pflicht zu werden. Kurzum - es entstand eine Szene, in der ich mich einfach nicht mehr gefunden habe, mit der ich mich auch nicht mehr identifizieren konnte. Ich war bereits auf der Suche nach einer anderen Tanzform und wollte den Orientalischen Tanz eigentlich ganz sein lassen. Und - wie das öfter so ist im Leben lernte ich ganz "zufällig" meine spätere Lehrerin, Liza Wedgwood kennen. Seitdem lerne ich von Ihr und anderen Tänzerinnen, die aus der von der Ägypterin Suraya Hilal gegründeten "Raqs Sharqi Society" hervorgegangen sind, z. B. Erna Fröhlich in München.Suraya Hilal hat dabei - wie sie selbst sagte - versucht, die "westlichen Elemente" aus dem Ägyptischen Tanz wieder wegzunehmen. Um das verständlich zu machen, hier ein SEHR kurzer geschichtlicher Abriss: Ägyptischer Tanz wurde erstmals im Westen zu Ende des 19. Jahrhunderts bei einer Weltausstellung in Chikago gezeigt. Was dann folgte war anscheinend eine Reihe von Mißverständnissen und "kulturellem Kolonialismus". Einzelne Bewegungen wurden imitiert daraus entstanden die typischen Tänze zu Beginn des 20. Jahrhunderts: von Charleston über Twist und "Hootchi Kootchie" bis zu "Belly Dance". Hollywoods aufblühende Filmindustrie besorgte den Rest: Verfilmt wurden die Phantasien der sogenannten "Orientalisten", also der westliche Blick auf einen Phantasie-Orient, der so niemals existiert hatte. Der Mythos von Salomes Schleiertanz - den nach heutigem Wissensstand wohl Oscar Wilde in die Legende von Salome integriert hatte - tat sein übriges. Zu der Zeit entstand auch das zweiteilige "Bauchtanzkostüm" (in den USA!). In Ägypten selbst wurde der Tanz in den 30er und 40er Jahren "re-importiert" - aus rein wirtschaftlichen Gründen. Diese Art von "Belly Dance" war halt das, was sich Besatzer und Touristen unter Ägyptischem Tanz vorstellten und auch sehen wollten. In den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts wurde der erste Nachtclub in Kairo gegründet und traditionelle Tänzerinnen in dem neuen Tanzstil trainiert. Soweit so kurz. Was engagierte Tänzerinnen also heutzutage versuchen, ist folgendes:
Was unterscheidet den Tanz jetzt wirklich von Bauchtanz?
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Liebe Grüße aus der Südsteiermark! Astrid |
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Liebe Astrid,
ich habe dein Posting wirklich 1A gefunden. So viel zu lernen, wirklich interessant und weckt die Lust auf mehr... Ich muss zugeben, vom geschichtlichen Hintergrund habe ich so gut wie nichts gewusst. Hast du ein Bild eines "traditionellen" Tanzgewandes? Würde mich wirklich interessieren. von Herzen alles Liebe, Matthias
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Matthias A. Exl, MBA Heilerschule Herzenssache http://www.herzenssache.org http://www.befreiung.at Infos zum neuen Buch von Matthias A. Exl "Befreie dich selbst! Über die Kunst wahrhaftig zu leben" signiert bestellen (bei Herzenssache). "Befreie dich selbst! Über die Kunst wahrhaftig zu leben" versandkostenfrei bestellen (bei Amazon) |
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Lieber Matthias,
jetzt hab ich nachgedacht und nachgedacht.... - was ich Dir denn da zeigen könnte. Ich bin mir ziemlich sicher (kann es aber nicht beweisen!), dass es sowas wie traditionelle TANZKleidung nicht gibt. Die Leute haben - wie bei uns ja auch - in ihrer Alltags- bzw. Festtagskleidung getanzt. Suraya Hilal, die diesen Stil begründet hat (inzwischen aber was anderes macht - Infos hier: Hilal Dance) hat sich sehr viel Mühe gegeben, sich bei Ihrer Tanzkleidung an traditioneller Kleidung zu orientieren. Und - ein seeeehr schönes Beispiel (nicht nur Kleidung, sondern auch Tanz und Musik) kannst Du auf youtoube sehen: YouTube - Spirit of the heart I Liebe Grüße Astrid |
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Danke liebe Astrid,
für das schöne Video. Dies ist wahrlich anmutig und schön anzusehen. Sehr weiche und runde Bewegungen. Ich danke dir, von Herzen alles Liebe, Matthias
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liebe Astrid,
finde deine Sicht auf den orientalischen Tanz sehr spannend. bei mir war vor einigen Tagen dieses Bedürfnis nach Tanz da - und das, was ich so an Bauchtanz sehe, hat mich eher irritiert als begeistert. kannst du mir hier in Mittelkärnten oder um Klagenfurt jemanden empfehlen, der diese Form des Tanzes lehrt, von der du sprichst? Steiermark ist mir einfach zu weit - und ich würd gern mindestens einmal im Monat tanzen gehen. nur für mich, weil ich das Gefühl habe, diese Bewegung würde ich freiwillig und gerne tun... mein Körper bittet mich inständig darum, ihn endlich zu bewegen, ich sitze einfach zu viel... herzliche Grüße Liza |
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